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Kamp-Lintfort
Schüler feiern europäisches Winterfestival

Kamp-Lintfort: Schüler feiern europäisches Winterfestival
Die Schüler präsentierten Musikbeiträge auf ihren Instrumenten. FOTO: Christoph Reichwein
Kamp-Lintfort. An der Unesco-Gesamtschule sind zurzeit Schüler aus den Niederlanden, Finnland, Italien und der Türkei zu Gast. Sie boten auf der weihnachtlichen Schulfeier ein musikalisches Ständchen aus ihrer Heimat dar. Von Peter Gottschlich

50 Schüler aus den Niederlanden und Finnland, Italien und der Türkei besuchen in dieser Woche die Unesco-Gesamtschule in Kamp-Lintfort, deren Reisekosten über das Erasmus-Programm der Europäischen Union finanziert wurden. Sie arbeiten im Unterricht mit, engagieren sich in Projekten und besuchen die Umgebung, am Mittwoch zum Beispiel die Domstadt Köln. Außerdem bringen sich die Schüler, die von jeweils zwei Lehrern aus ihren Ländern begleitet werden, musikalisch ein. So standen sie am Donnerstagabend gemeinsam auf der Bühne der Stadthalle, um aus ihren Heimatländern ein Potpourri aus Liedern und Tänzen vorzutragen.

Ihr Auftritt war ein Höhepunkt des Winterfestivals der Unesco-Schule. Am Mittwochabend traten 180 Schüler auf, am Donnerstagabend sogar 200, da sich das Programm am zweiten Tag immer leicht ändert. Es war diesmal europäischer als in den Vorjahren, wobei es wieder aus weihnachtlichen und nichtweihnachtlichen Elementen bestand. Weihnachtlich klang es zum Beispiel, als Karin Larsen mit Kindern aus der 6f "Christmas in the old man's hat?" vortrug, begleitet von Flöten- und Cajonspielern. Oder als Schüler des Darstellen-Gestalten-Kurses von Falk Brinkmann die Geschichte "Der Dieb in der Kirche" von Barbara Peters spielten, die an die biblische Herbergssuche von Maria und Josef erinnert. Weihnachtlich klang auch das Hallelujah des Musikkurses des zwölften Jahrgangs von Barbara Sterzenbach und Helga Dylla, obwohl Leonard Cohen diesen Song nicht für die Adventszeit komponiert hat. Nichtweihnachtlich klang es zum Beispiel, als Schüler der Unicef-Arbeitsgemeinschaft von Petra König Bilder aus dem Buch "Mutter drin in Afrika" mimisch und gestisch nachstellten, in dem ein Nashorn von einer Gruppe Zebras ausgeschlossen wird. Oder als die Rock-Arbeitsgemeinschaft von Karin Larsen den Song "Seven Years" von Lukas Graham vortrug. Oder als der Literaturkurs des zwölften Jahrgangs von Dr. Jörg Grütjen eine "Western Krimi Collage" zeigte, in der vier Revolverhelden ihr Leben ließen. Seit Anfang September hatten sich die Schüler in ihren Kursen und Arbeitsgemeinschaften auf das Winterfestival vorbereitet. "Die Themen entwickeln sie zusammen mit ihren Lehrern", berichtete Schulleiter Jürgen Rasfeld. Sie trafen damit den Geschmack der 1000 Mitschüler, Lehrer, Geschwister, Mütter und Väter, die die beiden Aufführungen verfolgten. Von ihnen wurde sie mit viel Applaus belohnt. Auch mit viel Applaus bedacht wurde Albion Luma. Der Sechstklässler hatte den Vorlesewettbewerb gewonnen, zunächst als Klassenbester, dann für den gesamten sechsten Jahrgang. Er erhielt am Mittwochabend vom Schulleiter eine Urkunde und das Buch "Der Drachenreiter" von Cornelia Funke, aus dem er im Wettbewerb vorgelesen hatte. Er nimmt jetzt am Kreiswettbewerb teil, der voraussichtlich Ende Februar ausgetragen wird.

Quelle: RP
 
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