| 00.00 Uhr

Kamp-Lintfort
Schule: Stadt investiert in Brandschutz

Kamp-Lintfort: Schule: Stadt investiert in Brandschutz
Auch das Lehrerzimmer des Georg-Forster-Gymnasiums wurde saniert und erhielt eine neue Einrichtung. RP-Foto: Christoph Reichwein FOTO: Christoph Reichwein
Kamp-Lintfort. In den Sommerferien lässt die Stadt im Schulzentrum neue Kabel verlegen, um den heutigen Standards an Brandschutz und Alarmtechnik zu genügen. Auch ein Lehrerzimmer, ein Physikraum und ein Technikraum werden neu eingerichtet. Von Peter Gottschlich

Auf vielen Fluren des Schulzentrums liegen Kabel, stehen Kisten mit Fließen oder sind Farbeimer abgestellt. Denn wenn die Schüler sechseinhalb Wochen frei haben, sind in den Schulen die Handwerker aktiv, wie in allen Schulferien. Diesmal arbeiten sie vor allem im Georg-Forster-Gymnasium und in der Unesco-Gesamtschule, um den Brandschutz dem aktuellen Standard anzupassen.

"Die Vorschriften haben sich 1996 deutlich verschärft, nachdem es im Düsseldorfer Flughafen gebrannt hatte", berichtet Daniela Rohde. Als Projektleiterin arbeitete sie die Brandschutzstrategie für die städtischen Gebäude mit aus, die die Stadt Schritt für Schritt umsetzt. Ein Schwerpunkt sind Kabelschächte, die unter den Decken der Flure verlaufen, und Türen, die zwischen Fluren und Treppenhäusern liegen.

"Neue Kabel sind einzuziehen, Brandschutztüren zu ersetzen und eine neue Alarmanlage ist zu installieren", zählt die Projektleiterin die wichtigsten Arbeiten auf. Die neue Alarmanlage ist ein elektroakustische, kann also sowohl als Sirene dienen als auch als Lautsprecheranlage, über die im Brandfall wichtige Dinge durchgegeben werden können. "500.000 Euro kosten die Brandschutzmaßnahmen im Schulzentrum", sagt Marc Gollub als Amtsleiter für Gebäudewirtschaft.

Auch wenn die Handwerker einige Kabelschächte schon geöffnet hatten, bevor die Schulferien am 11. Juli begannen, werden sie nicht alle verschlossen haben, wenn sie am 23. August, dem nächsten Mittwoch, zu Ende gehen. Bis auf die Decken in den Fluren, die noch zu verschließen sind, haben die Handwerker die meisten anderen Arbeiten schon erledigt oder erledigen diese bis zum ersten Schultag nach den Ferien. So erhielt das Lehrerzimmer des Gymnasiums eine neue Einrichtung. "Als das Gymnasium 1966 fertiggestellt war, war es nach den neuesten Erkenntnissen eingerichtet worden, wie mir einige ältere Kollegen mir erzählt haben", sagt Schulleiter Alexander Winzen. "Seitdem hatten die Lehrer mit diesen neuesten Erkenntnissen zu leben." Jetzt sind die dunkelbraunen Holzmöbel sowie der graue Nadelfilz entfernt, die durch helle Holzmöbel und einen pflegeleichten Kunststoffboden ersetzt sind. Es fielen Zwischenwände weg. Außerdem wurden nach einem halben Jahrhundert alle Leitungen erneuert. "Insgesamt ist das Lehrerzimmer viel heller geworden", freut sich der Schulleiter über die Baumaßnahme, die inklusive der neuen Möbel 200.000 Euro kostet. Neben dem Lehrerzimmer erhielt das Gymnasium einen neuen Physikraum, bei dem der Strom für die Versuchsstationen über die Decke zugeführt wird. "Bei der Einrichtung konnten wir teilweise auf gebrauchtes Material aus dem Diesterwegforum zurückgreifen", berichtet Lydia Kiriakidou, die seit Juli das Amt für Schule, Jugend und Sport leitet.

Außerdem wurde im Keller der Gesamtschule ein neuer Technikraum eingerichtet, auch um die Anforderungen des Brandschutzes zu erfüllen. Wenn in den nächsten Wochen noch einige neue Brandschutztüren eingebaut sind, sind die Maßnahmen für den Brandschutz im Schulzentrum abgeschlossen.

Dann steht ein neues Umbauprogramm an. Denn die Stadt hat ein Konzept in Auftrag gegeben, in dem Maßnahmen aufgelistet werden, um die Inklusion umsetzen zu können. "Rollstuhlfahrer können nicht alle Flure erreichen, selbst wenn es Aufzüge gibt", berichtet Jürgen Rasfeld. "Zum Glück war die Notwendigkeit noch nicht gefragt."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kamp-Lintfort: Schule: Stadt investiert in Brandschutz


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.