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Kamp-Lintfort
Schulen vernetzen sich mit Kulturpartnern

Kamp-Lintfort. Die Stadt Kamp-Lintfort treibt die Umsetzung des Gesamtkonzeptes zur kulturellen Bildung weiter voran. Erst kürzlich wurde sie mit dem Projektpreis "Kinder- und Jugendkulturland NRW" ausgezeichnet. Von Anja Katzke

Gerade erst mit dem Projektpreis "Kinder- und Jugendkulturland NRW" für das Gesamtkonzept zur Kulturellen Bildung ausgezeichnet, setzt die Stadt Kamp-Lintfort die wichtige Arbeit fort. Sie rief die Schulen auf, Lehrern und Mitarbeitern im offenen Ganztag den Kontakt zu Kulturpartnern zu ermöglichen. Die Vernetzung von Akteuren in der kulturellen Bildung ist eines der wesentlichen Ziele des erarbeiteten Konzepts. Bereits im Sommer fand der Praxistag "Tür auf für Kultur!" in der Mediathek statt. Eingeladen waren Fachkräfte der offenen Kinder- und Jugendarbeit, um Anregungen für neue Projekte mit Künstlern zu sammeln. Jugend- und Kulturdezernent Christoph Müllmann und Brigitte Schorn von der Arbeitsstelle "Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW", mit der das Kamp-Lintforter Kulturbüro seit dem Frühjahr zusammenarbeitet, begrüßten die Teilnehmer.

"Kulturelle Bildung spielt seit jeher eine bedeutende Rolle in der Schule. Es geht uns mit dieser Veranstaltung darum, weitere Zugänge zu Kunst und Kultur aufzuzeigen", hob Brigitte Schorn hervor. Wie kann man noch mehr Angebote der kulturellen Bildung in Schulen etablieren? Woher kommt das Geld für Kulturprojekte? Wie verändert sich der Schulalltag durch regelmäßige kulturelle Angebote? Antworten darauf, wie Kultur im schulischen Ablauf integriert werden kann, gaben Lehrer der Grundschule Schönforst aus Aachen und der Kuhlo-Realschule aus Bielefeld anhand ihrer Erfahrungen. "Ein festes und garantiertes Angebot kultureller Bildung ist besser als Leuchtturmprojekte, weil es nachhaltig wirkt", stellte Andreas Siedlaczek der Aachener Grundschule fest. "Eine Bedingung für das Gelingen ist, dass sich möglichst das gesamte Kollegium einbringt", erläuterte der Experte.

Um Ideen für neue Angebote zu entwickeln, stellten sich bei der Veranstaltung sechs Kulturpartner sowie die Burghofbühne aus Dinslaken vor. Die Musikschule Kamp-Lintfort, das Museum Kloster Kamp, das Haus des Bergmanns und der Lehrstollen, der Jugendkulturverein Ka-Liber und die Europäische Begegnungsstätte Kloster Kamp präsentierten sich als Kooperationspartner. Neben dem Kennenlernen konnten auch Ideen für Angebote und Projekte ausgetauscht werden. Mit neuen Impulsen für ihre Schulen verabschiedeten sich die Teilnehmer und bekundeten das Interesse an der Fortführung des Austausches und der Zusammenarbeit. Katharina Gebauer von der Mediathek, Insa Stürmer vom Amt für Schule, Jugend und Sport und Petra Niemöller vom Kulturbüro stellten am Ende erfreut fest: "In diesem Jahr sind wir bei der Vernetzung der Akteure der kulturellen Bildung dank der Unterstützung der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit einen Riesenschritt vorangekommen."

Die Stadt Kamp-Lintfort überzeugte beim Projektpreis "Kinder- und Jugendkulturland NRW" mit ihren Projekten wie zum Beispiel "Jedem Kind ein Theaterbesuch", den Veranstaltungen im Rahmen des Kulturrucksacks sowie mit den vielfältigen Angeboten der Mediathek an alle Altersgruppen. Der Preis war mit 15.000 Euro dotiert. Es wurden drei Städte für ihr jeweiliges Konzept ausgezeichnet. Die Besonderheit war jeweils die Einbeziehung aller Akteure vor Ort sowie interkommunale Verbünde, die den kulturellen Bewegungsraum von Kinder und Jugendlichen nachhaltig erweitern. In Kamp-Lintfort arbeiten die Bereiche Schule, Jugend und Sport, Mediathek und Kulturbüro eng zusammen. Die Vernetzung von Kindertageseinrichtungen, Schulen und Jugendzentren mit Künstlern sei, so die Initiatoren, ein Meilenstein auf dem Weg zu einem Gesamtkonzept.

Quelle: RP
 
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