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Kamp-Lintfort
Seltsames Hotel zwischen Leben und Tod

Kamp-Lintfort: Seltsames Hotel zwischen Leben und Tod
Unterschiedliche Charaktere stoßen im "Hotel zu den zwei Welten" aufeinander. Konflikte bleiben da nicht aus. FOTO: GFG
Kamp-Lintfort. Theaterkreis des Georg-Forster-Gymnasiums führt Stück von Eric-Emmanuel Schmidt auf.

Die Proben sind fast abgeschlossen. Allmählich darf sich bei den Mitwirkenden Lampenfieber auf die bevorstehende Aufführung einstellen: Für die kommende Woche lädt der Theaterkreis des Georg-Forster-Gymnasiums seine Gäste in Eric-Emmanuel Schmidts "Hotel zu den zwei Welten" ein. In diesem etwas merkwürdigen Hotel treffen ebenso merkwürdige wie unterschiedliche Menschen aufeinander: Der Sportredakteur Julien, die Hellseherin Cassandra der Waffenfabrikant Delbeck, die Putzfrau Marie, der Soldat Chris, eine freundliche ältere Dame namens Rosi und die schwerkranke, aber lebensfrohe Laura. Ferner spielt "Dr. S" als Leiterin der Einrichtung eine höchst mysteriöse Rolle. Alle haben natürlich von ihrem Hotelaufenthalt ähnlich verschiedene Vorstellungen wie vom Leben - und Sterben - allgemein. So sind spannende Gespräche und Konflikte aller Art zu erwarten.

Seit dem Herbst des letzten Jahres setzen sich die zehn Schülerinnen und drei Schüler des Oberstufenkurses unter der Leitung des Deutsch- und Kunstlehrers Wolfgang Grobenstieg mit dem Theaterstück des französischen Autors auseinander, der in Deutschland in erster Linie durch seinen Roman "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" bekannt geworden ist. Über die regulären Unterrichtsstunden hinaus wurde mit Unterstützung von Oktay Kisin, der Sport und Erdkunde unterrichtet, an mehreren Wochenenden am Bühnenbild gearbeitet. Selbst in den Weihnachtsferien war unter großem Einsatz geprobt worden. Seit einigen Tagen ist Freizeit nun für alle Beteiligten endgültig ein Fremdwort geworden: In den letzten eineinhalb Wochen vor der Aufführung wohnt der Theaterkreis mehr oder weniger in der Stadthalle, um den Besuchern in der nächsten Woche einen unvergesslichen Abend zu bereiten. Am Bühnenbild wird dabei ebenso gefeilt wie an Details der einzelnen Szenen, die den meisten mittlerweile recht flüssig über die Lippen gehen.

Das Ergebnis der Mühe können Besucher bei den beiden Aufführungen am Mittwoch, 15. Juni, sowie am Freitag, 17. Juni, jeweils um 19.30 Uhr in der Stadthalle erleben. Karten kosten für Schüler und Studenten drei, für Erwachsene sechs Euro und sind im Vorverkauf in den großen Pausen im Foyer des Gymnasiums, sowie an der Abendkasse (Einlass 18.45 Uhr) erhältlich.

Quelle: RP
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