| 00.00 Uhr

Kamp-Lintfort
Sieben Hochschulen präsentieren ihre Studienangebote

Kamp-Lintfort. 200 Schüler informierten gestern sich beim Hochschultag in der Stadthalle darüber, welche Möglichkeiten es nach dem Abitur gibt. Von Peter Gottschlich

Obwohl sie erst in einem Jahr ihr Abitur ablegen, wissen viele Schüler schon, welchen Weg sie danach einschlagen wollen. "Ich will bei der Bundespolizei anfangen", sagt Lukas Ewert. "Ich habe schon mit einem Bekannten gesprochen, der bei der Polizei ist. Die Bundespolizei bietet ein Duales Studium an, also eine Ausbildung mit Studium." Beim Hochschultag in der Stadthalle schaute der 17-jährige Gymnasiast mit Serkan Atli und Batuhan Cöpcü beim Infostand der Universität Duisburg-Essen vorbei. Anders als er und Batuhan Cöpcü, der ebenfalls bei der Bundespolizei durchstarten möchte, weiß Serkan Atli nicht genau, was er werden will. "Ich möchte auf jeden Fall in der Autoindustrie arbeiten, vielleicht als Ingenieur oder Betriebswirt", berichtete der 17-jährige Gymnasiast.

200 Elftklässer des Georg-Forster-Gymnasiums und Zwölftklässler der Unesco-Gesamtschule besuchten gestern den Hochschultag in der Stadt, um den passenden Studienplatz zu finden. Im Foyer der Stadthalle präsentierten sich sieben Hochschulen aus der Umgebung. Mit Düsseldorf und Krefeld-Mönchengladbach, Duisburg-Essen und Kleve-Kamp-Lintfort waren vier deutsche darunter, mit Venlo, Nijmegen und Twente drei niederländische. Auch in Vorträgen stellten die Hochschulen ihre Studienangebote vor. "80 bis 90 Prozent der Abiturienten wollen studieren", sagte Unesco-Schulleiter Jürgen Rasfeld. "Die anderen beginnen eine Ausbildung, an die einige ein Studium anhängen wollen. Kürzlich hat mir ein Abiturient gesagt, er beginne eine Ausbildung als Speditionskaufmann. Dann wolle er Logistik studieren."

Auch die meisten Abiturienten des Gymnasiums wechseln vom Klassenzimmer in den Hörsaal. Wie der Hochschultag zeigte, der seit 2010 von der Unesco-Lehrerin Tanja Junkers organisiert wird, ist Polizist einer der Traumberufe der Jungen. "Ich will nicht nur auf einem Stuhl sitzen, sondern etwas erleben", begründete Batuhan Cöpcu seinen Wunsch, bei der Bundespolizei anzufangen. Bei den Mädchen ist Psychologin einer der Tramberufe. Doch die Anzahl der Ausbildungs- und Studienplätze bei der Landes- und Bundespolizei ist begrenzt, wie die Anzahl Studienplätze für Psychologie. Im Wettbewerb um gute Abiturienten schalten sich zunehmend Handwerker ein. Sie bieten mit der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach-Krefeld einen "Trialen Studiengang" über zehn Semester an, bei dem Geselle, Meister und betriebswirtschaftlicher Bachelor kombiniert sind.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kamp-Lintfort: Sieben Hochschulen präsentieren ihre Studienangebote


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.