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Kamp-Lintfort/Rheinberg
Singender Flashmob für das Luther-Poporatorium

Kamp-Lintfort/Rheinberg: Singender Flashmob für das Luther-Poporatorium
Chorsänger warben am Samstag im Kamp-Lintforter Einkaufszentrum für das Poporatorium von Dieter Falk, das in Rheinberg aufgeführt wird. FOTO: K. Dieker
Kamp-Lintfort/Rheinberg. 60 Sänger kamen im EK 3 blitzartig zusammen, um zum 500. Geburtstag der Reformation über Martin Luther zu singen. Von Peter Gottschlich

Über die stufenlose Rolltreppe und durch den ebenerdigen Eingang am Verkehrspavillon kamen am Samstagvormittag im Einkaufszentrum Ek3 blitzartig 60 Menschen zusammen, um sich im Foyer vor dem Kaufland-Eingang zu formieren. Sie wollten nicht Frikadellen und Brötchen leerkaufen, wie 2008 beim ersten deutschen Flashmob am Münchener Marienplatz, sondern für das Poporatorium Luther werben.

Deshalb hatten sie einen gemeinsamen Sprechgesang auf den Lippen: "L-U-T-H-E-R", als sie zum Kamp-Lintforter Flashmob zusammenkamen. Als sie standen, sangen sie Ausschnitte aus dem Luther-Poporatorium von Dieter Falk, zum Beispiel "Am Anfang war das Wort", wie das Johannes-Evangelium beginnt. Viele Besucher des Einkaufszentrums blieb überrascht stehen, um mit fragendem Blick zu lauschen. Andere ließen sich hingegen nicht beeindrucken, den samstäglichen Einkauf zu unterbrechen. Mit dem Flashmob warben die Sänger für das Luther-Poporatorium, das sie am Freitag nächster Woche, 20. Oktober, um 19.30 Uhr und am folgenden Samstag, 21. Oktober, um 17 Uhr als Chor begleiten. "Normalerweise ist dieses Poporatorium nur in den großen Festivalhallen der Bundesrepublik zu sehen und zu hören, beispielsweise im ISS-Dome in Düsseldorf", erzählt Arnim Bartetzky. Als technischer Leiter begleitet er die Chorsänger.

Am Samstag stand er an Verstärker und Boxen. In den nächsten Tagen baut er in 30 Logen in der Rheinberger Stadthalle Mikrofone und verkabelt sie, damit die Sänger einen großen Chor bilden. "Es ist einmaliger Surroundeffekt, wenn 130 Sänger von allen Seiten im Chor singen ", sagt Uwe Klein. "Die Solisten sind Profis, die das Stück auch in Düsseldorf, Dortmund oder Berlin vortragen." Der Musikliebhaber und Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Orsoy hatte die Idee gehabt, zum 500. Geburtstag der Reformation das Poporatorium um den deutschen Reformator aufzuführen. Im April probten die Sänger zum ersten Mal, von denen die meisten Chormitglieder bei den evangelischen Kirchenchören Budberg, Orsoy, Rheinberg, Borth-Wallach und Bönninghardt singen.

"Alle zwei Wochen haben wir uns samstags getroffen, entweder in Orsoy oder in Rheinberg", erzählt Michael Wulf-Schnieders. Der Kirchenmusiker der evangelischen Kirchengemeinde Rheinberg leitet den Projektchor. "Luther ist ein Poporatorium, das Freude verbreitet", erzählt er. "Es macht Spaß, in der Kirche zu sein. Es macht Spaß, zu singen."

980 von insgesamt 1050 Karten für das Poporatorium Luther sind bereits verkauft. Die Tickets kosten 40 Euro. 70 Karten gibt es noch zu haben, zum Beispiel bei der Buchhandlung Schiffer in Rheinberg, Holzmarkt 10, bei Pfarrer Uwe Klein, Telefon 02844 2764, oder im Internet unter www.adticket.de" .

Quelle: RP
 
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