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Kamp-Lintfort
Sonniges Erntewetter beim Kamper Apfeltag

Kamp-Lintfort. Interessierte konnten in beschaulicher Atmosphäre alles über Äpfel und Wein erfahren. Von Peter Gottschlich

Kinder hatten Pflückstangen in der Hand, die sie ausfuhren, um mit ihnen Äpfel aus den Bäumen zu holen. Professor Jens Gebauer erläuterte Interessierten mit moderater Stimme, wie sie Apfelbäume schneiden sollen, damit sie durch eine Hohlkrone beste Früchte tragen. Und Weingärtner Karl van die Kamp erklärte, welche Reben er und seine Helfer im Laufe des Jahres ersetzt haben. Gleichzeitig spielte Pastoralreferentin Stephanie Dormann leise auf einer Gitarre selbstkomponierte Lieder. Beim Kamper Apfeltag herrschte eine fast meditative Atmosphäre - ganz ohne Lärm und Lautstärke.

"Es ist ganz entspannt", beschrieb Dr. Peter Hahnen diese beschauliche Ruhe im Apfelgarten und im Weinberg, die östlich des Kräutergartens und des Rokokosaales liegen. Dabei warfen im Laufe des Samstags geschätzte 300 Besucher den Blick in diese Idylle. Das waren doppelt so viele wie vor einem Jahr, als das Zentrum Kloster Kamp den ersten Apfeltag organisiert hatte. Der Besucherzuwachs hatte mehrere Gründe.

Zum ersten war vor einem Jahr das Erntewetter am Apfeltag regnerisch gewesen, während diesmal die Sonne schien und das Quecksilber auf 24 Grad klettern ließ. Zum zweiten hatte sich herumgesprochen, das am vorletzten Samstag Kamper Apfeltag ist, anders als vor einem Jahr, als einige Besucher den verdeckten Eingang zum Apfelgarten nahe der "Alten Schmiede" gar nicht gefunden hatten. Zum dritten präsentierten sich bei der zweiten Ausgabe deutlich mehr Gruppen. Neu dabei waren die Pfadfinder St. Marien. Sie boten Kindern zum Beispiel an, an einem Lagerfeuer Stockbrot zu backen.

Neu dabei waren Mitarbeiter der kleinen Offenen Tür Gestfeld. Sie offerierten den Kindern, künstlerisch und kreativ zu arbeiten. Außerdem war Stephanie Dormann neu dabei. Sie spielte Gitarre und sang. Wie bei der ersten Ausgabe gab es Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen. Außerdem hatte die Kelterei van Nahmen aus Hamminkeln erneute eine Saftpresse aufgebaut und bot eine Verkostung an. "Süß und fruchtig", beschrieb Jens Gebauer den "Abgang", als er ein Glas probierte. "Säure und Süße sind ausgeglichen." Der Professor für Gartenbau an der Hochschule Rhein-Waal, der als Mitglied des Laga-Fördervereins von Kontakt zur Hochschule hält, freute sich über die vielen klassischen Apfelsorten, die er entdecken konnte. "Das hier ist die rote Sternrenette", berichtete er, wenn er Einzelpersonen durch den Garten führte, der von einer Gruppe Ehrenamtlicher gepflegt wird. "Dieser Apfel ist mehlig."

Quelle: RP
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