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Kamp-Lintfort
Sportplatz heißt jetzt "Sportanlage am Volkspark"

Kamp-Lintfort. Die zentrale Sportanlage an der Franzstraße hat einen neuen Namen. Grünes Licht für Baupläne bei Alemannia Kamp. Von Anja Katzke

Die Diskussion hat die Gemüter erhitzt, seitdem vor einigen Jahren die zentrale Sportanlage an der Franzstraße in Betrieb gegangen ist. Genutzt wird sie von TuS Fichte und DJK Lintfort. Im Sprachgebrauch setzte sich bald die Bezeichnung "Fichte-Platz" durch. Gestern trug der Sportausschuss dem Rechnung, dass die Anlage von einem zweiten Verein genutzt wird.

Der Vorschlag einer siebenköpfigen Kommission, das Gelände an der Franzstraße in Sportanlage am Volkspark umzubenennen, erhielt ein einstimmiges Votum. Der Kommission gehörten Vertreter beider Sportvereine, die Vorsitzenden von Stadtsportverband und Sportausschuss sowie der Sportdezernent an. Schon die Kommission hatte sich nach kurzer Beratung einstimmig für den Namen ausgesprochen. Er passt, da in direkter Nachbarschaft das neue Wohngebiet am Volkspark entstehen wird.

Auf große Zustimmung stieß gestern das Vorhaben, neue Funktionsgebäude für die Sportanlage Alemannia Kamp zu bauen (RP berichtete gestern): "Wieder ein Baustein mehr, Kamp-Lintfort weiter zu entwickeln", befand Jürgen Bachmann, Sprecher der Grünen. "Die Idee, neben den Fußballern, Leichtathleten und Tennisspielern auch noch einen Tanzclub zu installieren, wird dieser Sportanlage zusätzliches Leben einhauchen", betonte er.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,1 Millionen Euro. Das Tanzzentrum Niederrhein muss die Baukosten für seinen Bereich selber tragen. Sie belaufen sich auf rund eine Million Euro. Die Verwaltung schlug vor, dass dieser Betrag über die Miete, die der Tanzclub zahlt, haushaltsneutral refinanziert wird. Die monatliche Kaltmiete beläuft sich auf 2750 Euro. Obwohl der Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur grünes Licht für das Vorhaben gab, taten sich etliche Politiker mit dieser Finanzierungsart schwer.

Michael Hänsel lobte das gesamte Vorhaben zwar als ein vielversprechendes Projekt, das zur Aufwertung des Geländes und des Umfelds beitragen werde: "Wir haben aber schon Bauchschmerzen, was die Finanzierung der Baukosten für die Räume des Tanzsportvereins betrifft. Es ist eine hohe Summe, die von dem Verein aufgebracht werden muss", sagte Michael Hänsel, Sprecher der SPD. Auch Jürgen Bachmann fragte: "Was ist, wenn der Club sich nach zehn Jahren auflöst?" Dr. Christoph Müllmann, Erster Beigeordneter, versuchte, den Ausschussmitgliedern die Skepsis zu nehmen. "Ich glaube, dass das Tanzzentrum Niederrhein ein stabiler Verein ist." Der Tanzverein habe in Gesprächen erklärt, durch Rücklagen und laufende Einnahmen selbst in der Lage zu sein, die Kosten für die neuen Räumlichkeiten zu tragen. Der Ausschuss gab gestern außerdem den Startschuss für ein weiteres großes Projekt: die Bestandsanalyse der öffentlichen Gebäude wie Schulen.

Quelle: RP
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