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Kamp-Lintfort
St. Josef: Mit 51 Kindern in die Oberpfalz

Kamp-Lintfort: St. Josef: Mit 51 Kindern in die Oberpfalz
Schon im vergangenen Jahr war das bayerische Rottendorf das Ziel des Ferienlagers der Pfarrgemeinde St. Josef Kamp-Lintfort. FOTO: Privat
Kamp-Lintfort. Seit mehr als 20 Jahren veranstaltet die Pfarrgemeinde St. Josef Ferienlager für Kinder und Jugendliche. Heute beginnt die Reise zum diesjährigen Ziel Rottendorf. 19 ehrenamtliche Betreuer sind dabei. Von Markus Plüm

Es wirkt alles ein wenig chaotisch, wenn man auf den Berg an Kisten, Zelten, Spielzeug und Taschen blickt, der sich hinter dem Pfarrheim St. Barbara an der Mittelstraße aufgetürmt hat. Doch Ulf Reinecke versichert: "Das ist jedes Jahr so, dahinter steckt unser eigenes System. Wir spielen jetzt ein wenig Tetris und in knapp zwei Stunden ist dann alles verstaut."

Der 32-jährige Kamp-Lintforter muss es wissen, denn schließlich organisiert er bereits seit sechs Jahren das Ferienlager der Pfarrgemeinde St. Josef als verantwortlicher Lagerleiter. "Die letzte Woche vor der Abfahrt ist die stressigste, da gilt es, alles final zu organisieren, die Kisten zu packen und die Sachen in den Transportern zu verstauen. Doch letztendlich haben wir jetzt alle genug Erfahrung, das reibungslos über die Bühne zu bekommen."

In diesem Jahr geht es für zwei Wochen ins oberpfälzische Schmidgaden-Rottendorf, etwa 80 Kilometer östlich von Nürnberg. "Dort waren wir schon mehrfach, das Haus und die Umgebung sind perfekt für ein Ferienlager. Am Haus befindet sich ein großer Sportplatz und ein Badeweiher, da können sich die Kinder austoben", sagt Reinecke. Mit 51 Kindern und insgesamt 19 ehrenamtlichen Betreuern wird sich der Tross heute auf den Weg in Richtung tschechischer Grenze machen. In diesem Jahr lautet das Motto "Zeitreise". "Die Kinder werden mit uns jeden Tag in eine andere Epoche reisen und ein dementsprechend abwechslungsreiches Programm geboten bekommen", erklärt der Lagerleiter. Viele Programmelemente seien einigen Kindern zwar bereits aus den Vorjahren bekannt, würden durch die Anpassung an das jeweilige Lagermotto jedoch nie langweilig. "Viele Kinder fahren bereits seit mehreren Jahren mit, anscheinend machen wir es also richtig."

Die Anpassungen an das diesjährige Motto hat das Betreuerteam an mehreren Vorbereitungswochenende vorgenommen. Seit März laufen nun die konkreten Planungen für das diesjährige Ferienlager. "Alle haben klasse mitgezogen, dadurch wurde es natürlich einfacher", lobt Reinecke. Denn mittlerweile weiß er ein eingespieltes Team um sich herum. Insgesamt zwölf Gruppenleiter werden sich um die tägliche Betreuung der Kinder kümmern, ein dreiköpfiges Küchenteam ist für die Verpflegung zuständig. Hinzu kommen noch vier Lagerleiter, die für Einkäufe, Arztfahrten, Buchhaltung und weitere organisatorische Dinge zuständig sind.

All das geschieht auf rein ehrenamtlicher Basis. Alle Betreuer gehen einem Beruf nach oder studieren, opfern ihren Urlaub oder ihre Freizeit für die zweiwöchige Reise. "Aber das würde ja keiner von uns mitmachen, wenn wir daran selbst keinen Spaß hätten", erläutert Reinecke. Der Spaß stand am Mittwoch beim Bepacken der Transporter jedoch nicht im Vordergrund - es wurde konzentriert gearbeitet. Schließlich musste nicht nur der Materialberg, sondern auch das Gepäck des Betreuerteams vollständig in den Fahrzeugen untergebracht werden.

Denn bereits gestern morgen um 5 Uhr machte sich ein Teil des Leiterteams auf die rund 560 Kilometer lange Reise in die Oberpfalz, um am Zielort alles für die Ankunft des Reisebusses mit den Kindern vorzubereiten. "Wir werden alles einrichten und die Küche vorbereiten. Schließlich soll es auch etwas zu Essen geben, wenn der Rest abends in Rottendorf ankommt", sagt Reinecke.

Quelle: RP
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