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Kamp-Lintfort
Stadt plant Kanalbaumaßnahmen am Tor Ost

Kamp-Lintfort: Stadt plant Kanalbaumaßnahmen am Tor Ost
FOTO: Anne Richter
Kamp-Lintfort. Anlieger der Malmedy-, Katten- und Jahnstraße müssen mit Beiträgen rechnen. RAG soll sich an Kosten beteiligen. Von Anja Katzke

22,7 Millionen Euro würde die Sanierung des gesamten Kamp-Lintforter Kanalnetzes auf einen Schlag kosten. Die Stadt veranschlagte 2008 einen Sanierungszeitraum von insgesamt 20 Jahren mit einer jährlichen Investition von 1,135 Millionen Euro. Diese Summe wird vermutlich nicht ausreichen: Wie aus der Vorlage zur Sitzung des Ausschusses für Abfall, Straße und Kanal (ASK) hervorgeht, hat die Düsseldorfer Bezirksregierung die Stadt bereits darauf hingewiesen, dass das geplante jährliche Investitionsvolumen zu gering ist. Es sei daher zu erwarten, so die Stadtverwaltung, dass das Budget zur Wahrung der öffentlichen Abwasserbeseitigungspflicht entsprechend erhöht werden müsse. Weiterer Knackpunkt ist der aus dem Jahr 2007 stammende Generalentwässerungsplan. "Die Bezirksregierung gibt vor, dass der Plan und die komplette Berechnung des bestehenden Kanalisationsnetzes unter dem Aspekt der hydraulischen Leistungsfähigkeit alle zehn Jahr erneut aufgestellt werden muss", teilt die Stadtverwaltung in der Vorlage mit. Um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, schlägt sie vor, zunächst die bergbaubedingten Schäden an der Kanalisation zu beseitigen. Mit Beendigung der bergbaulichen Aktivitäten im Stadtgebiet sei mit der RAG vereinbart worden, ein Abschlussnivellement des Kanalnetzes durchzuführen. Mittlerweile seien die bergbaubedingten Setzungen weitestgehend abgeklungen.

Für 2018 hat sich Stadtverwaltung vorgenommen, die Kanalisation im Bereich Tor Ost weiter zu erneuern. Von der hydraulischen Erneuerung sind laut Ausschussvorlage Moerser Straße, Malmedystraße, Rheinstraße, Kattenstraße, Jahnstraße, Zeppelinstraße und Brandhofstraße betroffen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro. Etwa 30 Prozent der Baukosten werden von der RAG getragen. Der städtische Anteil beläuft sich auf 989.616 Euro. Die Vereinbarung mit der RAG soll in diesem Frühjahr geschlossen werden. Sie wird laut Verwaltung die Baumaßnahme vergeben.

Bewohner der Malmedystraße, Kattenstraße und der Jahnstraße müssen mit einem Anliegeranteil rechnen. In den drei Straßen sei die Nutzungsdauer der Kanalisation von mehr als 50 Jahren überschritten, so dass eine Erneuerung notwendig werde. Der Anteil der Anlieger liegt laut Ausschussvorlage zwischen 60 und 70 Prozent der Kosten.

Quelle: RP
 
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