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Kamp-Lintfort
Stadtfest: Guter Sonntag konnte nicht alles retten

Stadtfest Moerser Herbst: Guter Sonntag konnte nicht alles retten
Der Andrang in Kamp-Lintfort war am Sonntag besonders groß. FOTO: mkoo
Kamp-Lintfort. Die Kamp-Lintforter Geschäftsleute hatten alles unternommen, um beim Stadtfest an zwei Tagen ihre Läden öffnen zu können, so wie in den Vorjahren. Doch diesmal fiel der erste Samstag im Oktober, auf den Nationalfeiertag. "Es gab keine Genehmigung, am 3. Oktober aufzumachen", sagte Andreas Wiesner als Mitglied des erweiterten Vorstandes der Werbegemeinschaft. "So konnten wir nur am Sonntag öffnen. Das war sehr unglücklich. Bei den Ständen der Händler war es anders. Sie konnten an beiden Tagen verkaufen."

Am Sonntag kompensierten die Ladenbesitzer nur teilweise den Ausfall, den sie am Samstag gehabt hatten. Dabei war am Sonntag beim Stadtfest richtig viel los, als die Geschäfte um 13 Uhr ihre Türen aufschlossen. Nicht wenige gaben zwischen zehn und 20 Prozent Rabatt auf alle Produkte, um Käufer anzulocken. So schoben sich die Menschen teilweise durch die Straßen, zum Beispiel durch die Fußgängerzone der Moerser Straße. "Die Zahl der Besucher lässt sich kaum schätzen", meinte Andreas Wiesner. "Es sind jeden Tag mehrere 1000, vielleicht sogar 10 000."

Die gute Resonanz lag auch am Wetter. "Es ist optimal und die Sonne scheint", freute sich Angelika Sturmeit, Inhaberin des Geschenkeladens Romantik und Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft. "Die Leute holen das nach, wozu sie am Samstag nicht gekommen sind." Das sah Andreas Wiesner ähnlich. "Der Sonntag ist sehr gut gelaufen", blickte der Inhaber des gleichnamigen Optikergeschäftes auf den Umsatz. "Er kann aber nicht den Samstag ausgleichen." Er wagte einen Ausblick auf das nächste Jahr: "Dann fällt der 3. Oktober auf einen Montag. Das Stadtfest findet dann am 1. und 2. Oktober statt - wieder mit zwei verkaufsoffenen Tagen." Wie zu jedem Stadtfest dürfte es dann eine Neuerung geben, die noch nicht feststeht. Beim 31. Stadtfest in diesem Jahr war es eine positive: eine Bühne auf dem Rathausplatz, auf der sich Arbeitsgruppen der Landesgartenschau präsentierten. Zum Beispiel konnten Kinder im Zelt des Förderkreises "Grün und Bunt" Vogelhäuschen bemalen. Sie konnten zusehen, wie Gerry Ermuth Fahrräder in Kunstwerke verwandelte. Oder sie konnten im Zelt des Bastelgeschäftes Klex farbige Kreppblumen basteln. Professor Dr. Christoph Landscheidt äußerte sich am Samstag auf der Bühne zu der Chance, die Bewerbungskommission von Kamp-Lintforts Vorzügen überzeugen zu können.

(got)
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