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Kamp-Lintfort
Stadtwärme lässt Fernwärme prüfen

Kamp-Lintfort. Der Verband AGFW hat die Abläufe des Tochterunternehmens der Stadtwerke kontrolliert.

Im 50. Jahr ihres Bestehens hat die Stadtwärme Kamp-Lintfort GmbH ihre Betriebsabläufe vom Verband AGFW (Arbeitsgemeinschaft für Wärme und Heizkraftwirtschaft) überprüfen lassen.

Gestern überreichte AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch Stadtwärme-Geschäftsführer Theodor Heming die Urkunde mit dem Zertifikat. "Das Zertifikat dokumentiert unsere Versorgungssicherheit", sagte er. "Wir liefern Fernwärme für 7000 bis 8000 Haushalte in Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn. Wir haben ein Leitungsnetz von 50 Kilometern." Das Unternehmen führt seine Gründung auf das Jahr 1966 zurück. Damals entstand auf einer grünen Wiese an der Rundstraße das Gestfeldcenter. "Um es zu beheizen, hatte der Architekt die Idee, Fernwärme zu erzeugen", so der Stadtwärme-Geschäftsführer. "Es wurde die Blockheizkraftwerk Gestfeld GmbH gegründet, die unsere Keimzelle ist."

Einige Jahre später begann das Bergwerk "Friedrich Heinrich", ein Fernwärmenetz aufzubauen. 1997 kam das Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof hinzu, das seine Abwärme aus der Müllverbrennung in das Fernwärmenetz einspeist. Aus diesen Wurzeln entstand ein Unternehmen, das mehrfach seine Eigentümer und seine Namen wechselte. Heute heißt es Stadtwärme GmbH und ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke GmbH.

Da das Mutternehmen, das 2017 erst seinen 20. Geburtstag feiert, sich im Februar und September 2015 für die Bereiche Gas und Wasser zertifizieren ließ, stellte sich auch das Tochterunternehmen der Prüfung. "Am Anfang habe ich gedacht, es sei viel Papierkrieg, in einem Regelwerk Strukturen eines Unternehmens, Abläufe und Anweisungen festzuhalten", sagte am Mittwoch Dirk Schumacher und fügt hinzu: "Aber eine Zertifizierung verbessert die Effizienz. Sie macht Prozesse noch sicherer und noch besser."

(got)
 
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