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Kamp-Lintfort
Station sieben öffnet bald wieder

Kamp-Lintfort: Station sieben öffnet bald wieder
Sie halten den Wegweiser zur Station 7 in der Hand: Willi van Stiphoudt (Pflegedirektor), Josef Lübbers (kaufmännischer Direktor), Bettina Handel (Bauleitung) und Jörg Verfürth (Pressereferent). FOTO: Arnulf Stoffel
Kamp-Lintfort. Die Modernisierung des Bettenhauses am St.-Bernhard-Hospital geht voran. Ende Mai steht die siebte Etage nach zehn Monaten Bauzeit den Patienten wieder zur Verfügung. Dort ziehen die beiden orthopädischen Kliniken ein. Von Anja Katzke

Handwerker streichen die Wände. Kabelschächte in Decken und Wänden sind geöffnet. Noch sind die Bauarbeiten im Gange. Die siebte Etage des Bettenhauses am St.-Bernhard-Hospital hat sich jedoch in den vergangenen zehn Monaten deutlich verändert. Helle Farben und Holzverblendungen vor den Versorgungsleitungen lassen die Patientenzimmer behaglich und ein neues Farbkonzept den langen Flur freundlich wirken. Alle Dreibettzimmer haben jetzt einen eigenen Sanitärbereich mit barrierefreier Dusche und Toilette. Die Zeiten, in denen sich sechs Patienten ein WC teilen mussten, sind auf der Siebten vorüber. Dort sind zwei Stationen mit jeweils 13 Zimmern für die konservative und die operative Orthopädie vorgesehen.

"Es stehen 35 Betten zur Verfügung", sagt Josef Lübbers, kaufmännischer Direktor des Kamp-Lintforter Krankenhauses: zehn Dreibett-, zwei Zweibett- und ein Einbettzimmer. Auf jeder Station wird es zukünftig ein Einbettzimmer geben, zum Beispiel für Patienten, die isoliert werden müssen oder schwerst pflegebedürftig sind. "Das haben wir auch mit Blick auf die demografische Entwicklung so entschieden. Die Menschen werden immer älter, und der Pflegeaufwand wird größer", erläutert Lübbers. Die Patientenräume, die sich in direkter Nähe zum Schwesternzimmer befinden, sind dementiell erkrankten Patienten vorbehalten. "Dort versuchen wir, mit einem Farbkonzept den betroffenen Patienten Orientierung auf der Station zu geben", sagt der kaufmännische Direktor. Es steht außerdem ein Raum zur Verfügung, in dem sich Ärzte und Patienten zum Gespräch zurückziehen können. Alle Zimmer werden nach der Sanierung mit W-Lan ausgestattet sein. "Das gilt im Hinblick auf die elektronische Patientenakte natürlich auch für den pflegerischen und ärztlichen Dienst", so Lübbers. Die große Umbaumaßnahme im Bettenhaus war von langer Hand geplant worden. 2014 erarbeitete eine Projektgruppe das zentrale Belegungsmanagement im Haus. Die Sanierung der siebten Etage ist allerdings nur ein erster Schritt. Bis 2018 sollen drei weitere Etagen saniert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich acht Millionen Euro, die auch eine Fassadendämmung umfasst. Das alte Bettenhaus, das 1967 erbaut wurde, wird etagenweise von oben nach unten umgebaut.

Betroffen sind die Etagen sieben bis fünf sowie zwei. In der vierten Etage wurde die Palliativstation eingerichtet. Komplett modernisiert ist bereits die dritte Etage mit Intensiv- sowie IMC-Station (Intermediate Care Station). Auch die erste Etage bleibt, wie sie ist: Dort befinden sich die Zimmer des Wahlleistungsbereichs. Damit die Patienten trotz der Bauarbeiten weitestgehend ungestört bleiben, entschied die Krankenhausleitung, an der Südseite des Hauses einen Bauaufzug aufstellen zu lassen. Diese Seite ist auch eingerüstet. "Das hat den Vorzug, dass keine Handwerker im Haus unterwegs sind", sagt Lübbers. "Wir weisen die Patienten allerdings bei der Aufnahme darauf hin, dass im Haus Baumaßnahmen stattfinden", fügt Pressesprecher Jörg Verfürth hinzu.

Ziel sei es, dass die Patienten so wenig Einschränkungen wie möglich erleben. Da es gerade in den vergangenen Tagen besonders laut wurde, weil die Klinkerfassade an der Südseite abgebrochen wurde, bietet das Hospital seinen Patienten seit Montag eine kleine Entschädigung für den Krach: Sie dürfen kostenfrei fernsehen und telefonieren. Die Arbeiten an der Fassade (Wärmedämmung inbegriffen) soll Ende September, Anfang Oktober abgeschlossen sein.

Quelle: RP
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