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Kamp-Lintfort
Studenten kreieren digitale Seifenblasen

Kamp-Lintfort: Studenten kreieren digitale Seifenblasen
Student Christian Spieß und Medienkünstler Wolfram Lakaszus demonstrieren wie die "Bubble-Wand" in der Stadtbücherei funktioniert. Die Idee der Hochschüler: Die Besucher der Stadtbücherei sollen an der interaktiven Wand zur Ruhe kommen. FOTO: Stoffel
Kamp-Lintfort. Medienkünstler Wolfram Lakaszus hat mit vier Master-Studenten eine Installation für die Stadtbücherei geschaffen: eine interaktive Bubble Wall (Blasen-Wand). Das Projekt entstand im Rahmen von "Stadt, Land, Fluss - Kultur". Von Anja Katzke

Farbige Seifenblasen schweben auf einer großen Leinwand in der Stadtbücherei. Berührt man den weißen elastischen Stoff, entstehen immer neue rote, blaue und grüne Blasen. "Wir wollten etwas schaffen, dass die Leute in der von Hektik geprägten Welt entspannt und zur Ruhe kommen lässt", erläutert Master-Student Christian Spieß die Idee für die Installation. Die "Bubble Wall" berührt verschiedene Sinne, visuell, haptisch und akustisch. "Die Studenten haben auch einen Sound für die Berührung erschaffen", betont Wolfram Lakaszus. Der Bochumer Medienkünstler hat die Arbeit betreut und begleitet. Entwickelt wurde sie von insgesamt vier Studenten des Studiengangs "Digital Media" an der Hochschule Rhein-Waal. Lakaszus ist aktueller Residenzkünstler des vom Duisburger Lokal Harmonie initiierten Niederrhein-Projekts "Stadt, Land, Fluss - Kultur".

Der Moerser Rüdiger Eichholtz, Vorstandsmitglied im Verein "Lokal Harmonie", hatte die Idee, Kulturerlebnisse aus der Großstadt zu holen und aufs Land zu bringen. Dabei erarbeiten Künstler aus den Sparten Musik, Tanz, Performance, Bildende- und Medienkunst mit Akteuren vom Niederrhein spannende Präsentationen zu einem Thema. Vier Projekte haben bereits stattgefunden, darunter eines in der ehemaligen Metzgerei Mevissen in Neukirchen-Vluyn. Für die fünfte und letzte Residenz der aktuellen Reihe ermöglichten Rüdiger Eichholtz und sein Team dieses Mal die spannende Begegnung der Studenten Christian Spieß, Elvira Kalinowski, Saskia Rühmkorf und Alicia van der Zwaag mit Medienkünstler Wolfram Lakaszus. "Rüdiger Eichholtz war ganz angetan von dem, was die Hochschule ihren Studenten bietet, und stellte den Kontakt her", erzählt der Bochumer Medienkünstler. Die Kooperation startete im letzten Wintersemester. Die Blasen-Wand ist nur eine von mehreren interaktiven Installationen, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung des Master-Studiengangs Digital Media unter Anleitung von Professor Ido Iurgel entstanden sind. "Wir waren schnell auf einer Wellenlänge", sagt Wolfram Lakaszus. Den Studenten bot die Kooperation auch die Möglichkeit, sich mit kreativen Fragenstellungen auseinanderzusetzen. Der Masterstudiengang "Digital Media" vereint die Disziplinen Design und Informatik. Studenten aus beiden Bereichen arbeiten gemeinsam an innovativen Lösungen. Ein weiteres Ergebnis aus der Zusammenarbeit mit den Studenten war während der Duisburger Akzente auf dem Museumsschiff Oscar Huber zu erleben. Die Studenten der Hochschule Rhein-Waal hatten ein Suchgerät für die Geisterjagd entwickelt, das KLJ 3000. "Es handelte sich um ein Messgerät, mit dem man wie bei einem Radar auf dem Schiff Gespenster entdecken konnte", erzählt Lakaszus schmunzelnd. Der Abschluss der Residenz ist am Freitag, 29. April, 20 Uhr, im Lokal Harmonie in Duisburg-Ruhrort. Dann wollen sich Wolfram Lakaszus, Professor Ido Iurgel und die Studenten der Hochschule in einer Performance auf die Suche nach den Spelunkengeistern machen.

Unterstützt werden sie von einer Tänzerin, die in die Rolle einer Schamanin schlüpft. Wolfram Lakaszus spielt an diesem Abend auf seinem Kontra-Schaf, einem Instrument, das er selbst erfunden hat.

Quelle: RP
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