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Kamp-Lintfort
Tanzzentrum mietet sich auf Kamp ein

Kamp-Lintfort: Tanzzentrum mietet sich auf Kamp ein
Wolfgang und Angelika Sturmeit fiebern der Eröffnung des Clubheims für das Tanzzentrum Niederrhein schon entgegen. FOTO: A. Katzke
Kamp-Lintfort. Endes des Jahres wollen die Mitglieder des Tanzzentrums Niederrhein ins neue Clubheim auf Kamp einziehen. Wolfgang Sturmeit wurde als Vorsitzender bestätigt. Von Anja Katzke

Obwohl die Bauarbeiten für das neue Vereinsheim auf Alemannia Kamp noch nicht richtig gestartet sind, laufen die Planungen im Tanzzentrum Niederrhein schon auf Hochtouren. Gestern hat sich Wolfgang Sturmeit, den die Mitgliederversammlung Mitte Januar im Amt des Vorsitzenden bestätigt hatte, auf den Weg nach Köln gemacht: "Wir wollen uns dort schon mal über Musikanlagen, Rechner, Boxen und die Technik für unser Tanzzentrum informieren. Unsere Lautsprecher sind ja schon 30 Jahre alt."

Der Verein, der aus den Tanzclubs Kamp-Lintfort 1969 und Issum-Sevelen hervorging, erhält im Zuge des Neubaus auf Alemannia Kamp ein neues Studio auf 430 Quadratmetern. Es wird quasi auf das geplante Clubheim des Sportvereins Alemannia Kamp aufgesattelt. "Es wird ein Traum", freut sich Sturmeit. Denn dort entstehen für die Tänzer zwei lichtdurchflutete Säle mit jeweils einer 3,80 Meter hohen und 18 Meter breiten Fensterfront. "Mit Blick auf den Klostergarten und auf die Parkplatzseite", schwärmt der Vorsitzende des Tanzzentrums.

Parkettboden, Spiegelwände, ein Aufenthaltsraum mit Theke und ein Multifunktionsraum erwarten die Tänzer am neuen Standort. "Bei Veranstaltungen können wir diesen Raum als Garderobe nutzen. Dort wird auch die Technik untergebracht, und es können auch Tische und Stühle aufbewahrt werden, die wir bei Veranstaltungen rausrollen wollen". Der Clou ist aber, dass sich zwischen den beiden jeweils 183 Quadratmeter großen Sälen nur eine Trennwand befindet. "Diese können wir bei Meisterschaften und Turnieren öffnen, so dass die gesamte Fläche zur Verfügung steht", berichtet Sturmeit. Um die Räumlichkeiten optimal planen und nutzen zu können, haben die Mitglieder Arbeitsgruppen gebildet.

"Wir haben eine Elektro-Gruppe, die sich um Themen wie Beleuchtung und Beschallung kümmert, eine IT-Gruppe, die sich mit der Installation der Rechner befasst. Wir wollen ausschließlich Rechner einsetzen, um die Musik abzuspielen. Die Steuerung soll auch über eine App auf dem Smartphone oder Tablet möglich sein." Angeschafft werden soll auch ein Beamer samt Leinwand. Dem Vorsitzenden des Tanzzentrums Niederrhein ist es besonders wichtig, die Mitglieder ins Boot zu holen und einzubinden. "Viele bringen ja Fachkenntnis mit."

Wolfgang Sturmeit rechnet damit, dass der Mietvertrag mit der Stadt schon bald unterschriftsreif ist. Der fusionierte Verein wollte ursprünglich die Baukosten selbst tragen und rund 500.000 Euro investieren. Nachdem jedoch die Kosten für das gesamte Bauprojekt auf Alemannia Kamp aufgrund der starken Baukonjunktur und einer neuen Energiesparverordnung in die Höhe geschnellt waren, fanden Stadt, der Sportverein Alemannia Kamp sowie Tanzzentrum eine neue und tragbare Lösung. So wurde das Bauprojekt deutlich abgespeckt und ohne Gastronomie geplant. Vor allem der Bereich des Sportvereins Alemannia Kamp wird kleiner gebaut. Das Tanzzentrum wird die Räumlichkeiten künftig von der Stadt Kamp-Lintfort mieten. "Wir bringen einen Eigenanteil von 100.000 Euro ein. Hinzu kommt eine Mietsicherheit in Höhe von 70.000 Euro, die wir am Ende der noch nicht festgelegten Vertragslaufzeit zurückerhalten."

In der Versammlung haben die Mitglieder beschlossen, in diesem Jahr die Beiträge für Erwachsene moderat anzuheben. Das soll helfen die auf den Verein fallenden Kosten am Neubau des Clubheims zu finanzieren. Sturmeit geht davon aus, dass die Bauarbeiten Ende des Jahres abgeschlossen sind. "Die Zusammenarbeit mit der Stadt gestaltet sich harmonisch und konstruktiv", betont der Vorsitzende.

Den neuen Vorstand bilden neben Wolfgang Sturmeit die Stellvertreter Joachim Schürmann und Peter Brockmann, Sportwart Hans Schwerdtfeger, Schriftführer Harald Klein, Jugendwartin Anja Spättmann und Kassierer Dirk Kreischer. Das Tanzzentrum Niederrhein hat 550 Mitglieder.

Quelle: RP
 
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