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Kamp-Lintfort
Taucher Kamp-Lintfort auf Wachstumskurs

Kamp-Lintfort: Taucher Kamp-Lintfort auf Wachstumskurs
FOTO: Dieker, Klaus (kdi)
Kamp-Lintfort. Der Verein zählt inzwischen 367 Mitglieder, damit ist er der zweitgrößte Tauchsportverein Deutschlands. Von Peter Gottschlich

Der Verein Taucher Kamp-Lintfort wächst. "Wir hatten uns das Ziel gesetzt, ein Wachstum von fünf Prozent pro Jahr zu erreichen", sagt Vorsitzender Christoph Bruns. "2015 haben wir es sogar übertroffen." Mittlerweile hat der Verein 367 Mitglieder, von denen der kleinere Teil aus Kamp-Lintfort stammt, der größere aus den Städten und Gemeinden der Umgebung. Inzwischen seien die Taucher Kamp-Lintfort der zweitgrößte Tauchsportverein Deutschlands, sagt der Vorsitzende Michael Jaroch.

Das Wachstum hat seinen Grund. Viele haben schon mal von einem Tauchurlaub geträumt. "Macht man den Tauchschein an der Tauchbasis am Urlaubsort, sind die Urlaubstage durch Lernen verschwendet", so Jaroch. Zudem sei die Ausbildung in Urlaubsgebieten oft teurer als zu Hause. Wer den Tauchschein in Deutschland mache, spare deshalb meist Geld.

Im vergangenen Jahr absolvierten so viele Schüler wie nie zuvor eine Ausbildung bei den Tauchern Kamp-Lintfort. Insgesamt 140 Ausbildungsbescheinigungen (Brevets, wie sie in der Tauchsprache heißen), hat der Verein im vergangenen Jahr ausgestellt. "Darunter waren komplette Tauchscheine mit mehreren Sonderausbildungen, aber auch Sonderkurse", erläutert der Vorsitzende. "Davon waren 58 Ausbildungen von Jugendlichen." Um die Ausbildung gewährleisten zu können, erhöhte der Verein die Anzahl seiner Tauchlehrer.

"Vor einigen Jahren haben wir mit vier Tauchlehrern alle Ausbildungen durchgeführt", blickt der Vorsitzende zurück. "Heute haben wir zehn Tauchlehrer und elf Trainer C, die uns unterstützen. Sie leisten alle Stunden ehrenamtlich. Dafür sage ich herzlichen Dank."

2016 soll das Wachstum möglichst weiter voranschreiten. Die Taucher wollen als Verein noch bekannter werden. Bereits seit Oktober stellen sie auf einem Youtube-Kanal Videos von Veranstaltungen ins Internet ein. In diesem Jahr wollen die Mitglieder ihr Vereinsheim am Rossenrayer See weiter modernisieren, das 2015 bereits einen neuen Boden erhielt. Außerdem will der Verein den Container neu auskleiden, in dem sich der Raum für die Ausbildung befindet.

Ferner will der Verein sein größtes Projekt angehen, das er bereits seit längerer Zeit anvisiert hat. Am Rossenrayer See wird er eine Rampe installieren lassen, damit Rollstuhlfahrer direkt in den See fahren können, um dort zu tauchen. Kooperationspartner ist dabei der Förderverein "Tauchen für alle", der zum Teil die gleichen Mitglieder hat. "Unter den Rollstuhlfahrern befinden sich viele Taucher", sagt Michael Jaroch. "Es ist etwas Besonderes für sie, die Unterwasserwelt zu erkunden und die Schwerelosigkeit ihres Körpers zu spüren. Wir stehen schon seit zwei Jahren mit dem IDDA in Kontakt, dem internationalen Verband behinderter Taucher. Die IDDA-Taucher müssen zurzeit in die Niederlande fahren, wenn sie in einem natürlichen Gewässer tauchen wollen." Eine Rampe zu bauen, kostet zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Der Tauchverein hat bereits einen Sponsor gefunden, will aber dessen Namen noch nicht nennen, bevor rechtlich alles abgeklärt ist.

www.taucher-kali.de

Quelle: RP
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