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Kamp-Lintfort
Tauchverein ist der größte in Deutschland

Kamp-Lintfort: Tauchverein ist der größte in Deutschland
Sie freuen sich über das Wachstum ihres Vereins: Pressewart Michael Jaroch, Gerätewartin Petra Lux und Geschäftsführer Dieter Bruns. FOTO: Norbert Prümen
Kamp-Lintfort. Die Taucher Kamp-Lintfort haben ihre Mitgliederzahl im vergangenen Jahr auf 430 gesteigert. Der Verein setzt auf Familienfreundlichkeit. Er sucht Sponsoren, die Geld für die Ausrüstung bei Grundkursen bereitstellen. Von Peter Gottschlich

Der Verein Taucher Kamp-Lintfort ist seit dem Jahreswechsel der größte Tauchverein in der Bundesrepublik. "Wir konnten 2017 die Zahl der Mitglieder um 40 steigern", berichtet Geschäftsführer Dieter Bruns. "Jetzt haben wir 430. Wir sind damit der größte Einsparten-Tauchverein n Deutschland, wie es die offizielle Statistik des Verbandes Deutscher Sporttaucher belegt."

In den letzten Jahren hatten der eingetragene Verein "Taucher Kamp-Lintfort" auf dem dritten Platz rangiert, während der Tauchclub Wolfsburg und der Verein Pulchra-Amphora Neuss die ersten beiden Plätze belegt hatten. "Wir können mit unserer Familienfreundlichkeit und unserem Angebot punkten", begründet TKL-Pressesprecher Michael "Mike" Jaroch das Wachstum. "Jugendliche können zum Beispiel den Grundkurs CMAS* kostenlos ablegen. Gleichzeitig liegt der Mitgliedsbeitrag für Erwachsene mit 10,50 Euro im Monat unter dem Durchschnitt."

Dafür können sich die TKL-Mitglieder in sechs Seen am Niederrhein schwerelos im dreidimensionalen Raum bewegen. Neben dem Hausgewässer, dem Rossenrayer See im Südosten von Kamp-Lintfort, sind es der Bösinghovener See im Süden von Meerbusch, der Lohheider See im Westen von Duisburg, der Budberger See im gleichnamigen Stadtteil von Rheinberg, der Eyller See im Westen von Kerken und Gochness im Westen von Goch. "Die Taucher können sich den See aussuchen, wo das Wasser zum Tauchen gerade am besten ist", berichtet Mike Jaroch.

Wo die Gewässer liegen, wohnen auch die TKL-Mitglieder. Die Mehrheit kommt aus den Städten Duisburg, Moers, Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und Rheinberg. "Dazu haben wir Mitglieder vom weiteren Niederrhein und dem westlichen Ruhrgebiet, von Neuss bis Goch und Bottrop bis Essen", sagt Mike Jaroch, der im Moerser Stadtteil Eick-West wohnt. "34 davon sind als Tauchlehrer, Vorstandsmitglieder oder Organisatoren ehrenamtlich aktiv." Neben den sechs Gewässern bietet der TKL seinen Mitgliedern an, für einen geringen Betrag die Pressluftflaschen am vereinseigenen Kompressor zu jeder Zeit mit komprimierter Luft zu füllen. "Die Taucher können kommen, wenn sie gerade Zeit und Lust haben", sagt der Sprecher.

Mit diesen Angeboten wächst die TKL-Mitgliederzahl jährlich um fünf bis zehn Prozent. Entsprechend hoch ist die Zahl der Ausbildungen. Im Jahr 2017 waren es 140, wie der Grundkurs CMAS*. "Für den Grundkurs erhalten die Teilnehmer die Ausrüstung geliehen", berichtet Gerätewartin Petra Lux, die in Rheinberg-Orsoy lebt. "Danach kaufen sie sich die Grundausrüstung, die zwischen 1500 und 2000 Euro kostet."

Für die Ausbildung benötigt der TKL neue Sätze mit Masken, Flossen, Anzügen, Jackets, Reglern, Flaschen, Kopfhauben und Handschuhen. "Sie kosten 6000 Euro", sagt Dieter Bruns, der aus Rheinberg-Vierbaum kommt. "Wir wollen einen Sponsorenpool aufbauen." Dieser Aufbau ist eines der Projekte, an denen der TKL arbeitet. Ein anderes ist der Umbau des Vereinsgebäudes am Rossenrayer See und wieder ein anderes eine Werbekampagne, die den Slogan "Wenn Tauchen, dann TKL" trägt und Mitte April starten soll. Außerdem lädt der TKL am letzten Sonntag im April, dem 29., ab 11 Uhr zu einem Tag der Offenen Tür ein. Er bietet zum Beispiel Interessierten ein Schnuppertauchen an.

Quelle: RP
 
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