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Serie Hochschule Rhein-Waal
Team entwickelt elektronischen Sekretär

Serie Hochschule Rhein-Waal: Team entwickelt elektronischen Sekretär
Die Studenten Dennis Janzen, Lea Stark und Sophia Worbes zeigen ihrer Professorin Franca Ruhwedel und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Annika Ortmann das Konzept für den elektronischen Assistenten. FOTO: kdi
Moers. Fünf Studenten haben mit dem interdisziplinär angelegten Projekt "Secretary" beim europaweiten Wettbewerb "Accenture Campus Innovation Challenge" den dritten Platz belegt. Beim NRW-Finale war es sogar der erste Platz. Von Anja Katzke

So einen Assistenten wünscht man sich: Er gehorcht aufs Wort, erledigt sich wiederholende Aufgaben und wächst mit den Anforderungen. Die Studenten Sophia Worbes, Lea Stark, Dennis Janzen, Ralph Theodori und Marius Schober haben in einem interdisziplinär angelegten Projekt an der Fakultät Kommunikation und Umwelt den "elektronischen Sekretär" entwickelt. Mit ihrem Konzept haben sie Ende vergangener Woche die Jury im Finale des Wettbewerbs "Accenture Campus Innovation Challenge" überzeugt. Das Kamp-Lintforter Team schaffte es mit seiner Idee auf den 3. Platz, nachdem es Ende Juni das NRW-Finale für sich entscheiden konnte. In Kronberg/Taunus waren die Studenten in illustrer und innovativer Runde: 70 Studenten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Lichtenstein stellten dort ihr Konzept vor.

Die Unternehmensberatung Accenture schreibt diesen Wettbewerb jährlich aus. Studenten-Teams können in Kooperation mit ihrer Hochschule eine aufgegebene Fallstudie bearbeiten und die Ergebnisse in einem mehrstufigen Wettbewerb präsentieren. "Das Thema lautete in unserem Fall: Arbeitswelt der Zukunft", berichtet Dennis Janzen, der im 6. Semester Medien- und Kommunikationsinformatik studiert. Die Fakultät beteiligte sich zum zweiten Mal am Wettbewerb. "Fünf Teams haben bei uns an der Fakultät acht Wochen lang an ihren Ideen und Konzepten gefeilt", berichtet Professorin Franca Ruhwedel, die das interdisziplinär angelegte Projekt begleitete. Janzen und seine vier Kommilitonen setzten sich hochschulintern mit dem Projekt "Secretary", einem personalisierten AI-Assistenten (AI - künstliche Intelligenz), durch. "Er funktioniert wie die Programme Siri oder Alexa, wobei diese eher für den Alltag und die Unterhaltung geschaffen sind", erläutert Lea Stark.

"Wir haben den Assistenten speziell für den Arbeitsmarkt entwickelt. Das gab es noch nicht", fügt Dennis Janzen hinzu. Wert legten die Studenten darauf, dass sich der Assistent mit einer zweiten Mouse auf jedes Programm im PC schalten kann. "Und wir wollten ihn menschlicher gestalten. Der Nutzer soll sich wohlfühlen", betont Sophia Worbes, die wie Lea Stark im vierten Semester Arbeits- und Organisationspsychologie studiert. "Wir haben auch auf die psychologische Seite geachtet." Der elektronische Sekretär motiviert seinen Nutzer und lobt: "Du hast einen tollen Job gemacht. Jetzt kannst Du eine Pause machen." Im Wettbewerb ging es jedoch nicht nur darum, einen Prototypen zum Thema "Arbeitswelt der Zukunft" zu entwickeln.

Die Studenten absolvierten eine Marktrecherche, entwickelten Businesskonzepte, Marketingstrategien und eruierten, welche Vorteile sich für Investoren aus dem Produkt ergeben würden. "Wir haben beispielsweise errechnet, wie viel Zeit man durch unseren Sekretär am Tag sparen kann. Es sind bis zu eineinhalb Stunden am Tag", betont Dennis Janzen. Die verschiedenen Anforderungen machten den Studenten keine Probleme. Das Team setzte sich nicht nur aus Psychologen und Medien- und Kommunikationsinformatiker zusammen. Zwei weitere Teammitglieder, Marius Schober und Ralph Theodor, studieren International Business and Social Sciences sowie Communication and Information Engineering an der Fakultät. Das Quintett verbucht die Wettbewerbsteilnahme als eine wichtige Erfahrung. "Wir haben ein Projekt mal aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet." Den ersten Platz im Finale in Kronberg belegte ein Team der Uni Passau, den zweiten Studenten der RWTH Aachen. Die Kamp-Lintforter erhielten als Drittplatzierte übrigens ein Alexa von Amazon.

Quelle: RP
 
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