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Kamp-Lintfort
Theater mit kulinarischen Genusspausen

Kamp-Lintfort: Theater mit kulinarischen Genusspausen
FOTO: Dieker, Klaus (kdi)
Kamp-Lintfort. Kamp-Lintforter Unternehmen haben ein neues Gastronomiekonzept für das Kamper Freilichttheater entwickelt: Sie setzen auf Erlebnis, Freude . . . und Genuss aus regionaler Herstellung. Das Open-Air-Theater startet am 16. Juli. Von Anja Katzke

Die Kamp-Lintforter Unternehmer unterstützen seit mehr als 20 Jahren das sommerliche Freilichttheater auf dem Kamper Berg. Vier tun sich in diesem Jahr besonders hervor: Hotelier Elmar Welling hat sich mit der Metzgerei Selders, der Bäckerei Gerhards und der Brauerei Geilings Bräu zusammengetan, um ein neues Gastronomiekonzept für das Kamper Freilichtheater zu entwickeln. "Genussbruderschaft" nennt Welling den Zusammenschluss, der mit einem regionalen Speisenangebot das Publikum in den Genuss-Pausen der Aufführungen verwöhnen will. Der Küchenchef des Parkhotels wird die Speisen aus der "Wurstküche" für das Theaterpublikum zubereiten. Es werden Pagodenzelte mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und Stehtischen aufgebaut, an denen man verweilen kann. "Ich freue mich, dass die Freunde und Förderer des Freilichtstheaters durch die Unternehmen tatkräftige Unterstützung bekommen haben", sagte Bürgermeister Christoph Landscheidt bei der Vorstellung des Konzepts.

Auch das Kamper Freilichtheater ist überarbeitet worden: Drei Theater werden an zwei Wochenenden im Juli drei Vorstellungen geben. Die Theaterreihe, die alle zwei Jahre im Wechsel mit der Kamper Nacht stattfinden, wurde deutlich abgespeckt. Landscheidt erklärte gestern, froh darüber zu sein, dass die Stadt in Zeiten knapper Kassen einen kulturellen Beitrag leisten kann. Mit dem neuen gastronomischen Konzept würde den Zuschauern mehr als Theater geboten - ein Gesamterlebnis aus Schauspiel, Essen und Trinken. Alle Beteiligten hoffen, so eine breitere Zielgruppe anzusprechen. Drei Theater sorgen für den theatralen Open-Air-Genuss vor klösterlicher Kulisse: das N.N.Theater in Köln, das Theater Freudenhaus in Essen und das Landestheater Burghofbühne.

Drei Theater gastieren beim Kamper Freilichttheater, örtliche Unternehmer sorgen fürs leibliche Wohl mit regionalen Speisen. Links: ein Szenenfoto aus "Frühstück bei Tiffany" mit den Schauspielern

Alle drei Theater sind Schauspieltruppen, die sich bereits mehrfach auf dem Kamper Berg mit ihren Stücken bewährt haben. Den Auftakt macht die Burghofbühne am Samstag, 16. Juli, 20 Uhr. Das Theater spielt seine Bearbeitung des Truman-Capote-Klassikers "Frühstück bei Tiffany". Mirko Schomberg, Intendant der Burghofbühne, weiß, dass jeder sofort an Audrey Hepburn in ihrer Paraderolle als eine hinreißend verrückte Frau auf ihrer Suche nach Glück und Liebe in der flirrenden Atmosphäre New Yorks denkt. Er verspricht aber, dass die Inszenierung der Burghofbühne sich auf die Romanfassung bezieht und es einige "neue Aspekte und Verschiebungen" geben wird.

Das Theater Freudenhaus, das 20-jähriges Bestehen feiert, setzt die Reihe am Freitag, 22. Juli, mit "Butterkuchen - man steckt nicht drin" fort. Das Stück stammt aus der Feder des Kabarettisten Kai Magnus Sting. Darin folgt er den kleinen und großen Katastrophen des Alltag und beschreibt gleichzeitig die sympathischen Marotten der Menschen im Ruhrgebiet. Das Freilichttheater Kamp findet seinen Abschluss mit der Aufführung "Metropolis", die das beliebte N.N.Theater auf die Bühne bringen wird. Irene Schwarz freut sich schon auf die Vorstellung in Kamp: "Es ist einer der schönsten Spielorte", sagt die Schauspielerin des N.N.Theaters, das als Straßentheater gestartet war. Fritz Langs Verfilmung von Metropolis war quasi der erste sozialkritische Science Fiction. Und so will das N.N.Theater auch an die Inszenierung herangehen. Wer das Kölner Theater kennt, weiß jedoch, dass er auf viel Humor und Kurzweil hoffen kann. Die Aufführung ist am 23. Juli.

Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr. Die Veranstalter laden jedoch ein, immer schon um 18 Uhr auf den Abteiplatz zu kommen, um unter den Pagodenzelten nette Gespräche zu führen und die Atmosphäre auf der Wiese vor dem Kloster Kamp zu genießen.

Quelle: RP
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