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Kamp-Lintfort
Tierheim plant neue Katzenquarantäne

Kamp-Lintfort: Tierheim plant neue Katzenquarantäne
Beate Mühlenberg, Leiterin der Tierherberge, freut sich darüber, dass sie schon bald die Katzenquarantäne auf dem Gelände am Drehmannshof erweitern kann. Alle neuen Fundkatzen müssen in die Quarantäne. Dort werden sie in Einzelboxen untergebracht, bis die Tierärzte ansteckende Krankheiten ausschließen können. FOTO: kdi
Kamp-Lintfort. Die Einrichtung am Drehmannshof will ihre Quarantänestation für Fundkatzen aus Moers und Kamp-Lintfort erweitern. Eine Box kostet 4500 Euro. Wie viele angeschafft werden können, hängt vom Spendenaufkommen ab. Von Lena Goeres

Katzen liegen auf der Wiese des Außengeheges und dösen entspannt in der wärmenden Mittagssonne. Als Beate Mühlenberg, die Leiterin der Tierherberge am Drehmannshof, die Unterbringung betritt, kommt eine auf sie zu und schmiegt sich vertrauensvoll an das Bein der Leiterin. Auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück am Drehmannshof leben derzeit 90 Tiere - 45 Hunde, 20 Katzen und viele Kleintiere, darunter Vögel, Kaninchen und Meerschweinchen. Die Tierherberge wurde 2004 eröffnet. Seit 2014 betreut sie die Fundtiere aus Kamp-Lintfort; 2015 übernahm sie zusätzlich die Fundtiere der Stadt Moers. Die Tierherberge gehört als Standort zum Trägerverein "Bund Deutscher Tierfreunde (BDT)". Finanziert wird das Tierheim über Mitgliederbeiträge, Spenden und Sponsoren.

Auch die Spendenaktion "Bewegen hilft" von Guido Lohmann unterstützt in diesem Jahr das Kamp-Lintforter Tierheim. "Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass wir zu den Begünstigten der Aktion gehören. Mit dem Geld möchten wir gerne die Katzenquarantäne erweitern. Eine Dreierbox kostet 4500 Euro. Wie viele Boxen wir kaufen können, hängt von der Spende ab", erklärt Beate Mühlenberg bei einem Besuch des Grafschafters.

Alle neuen Fundkatzen machen vorerst Rast in der Katzenquarantäne. Dort werden sie in Einzelboxen untergebracht, bis die Tierärzte ansteckende Krankheiten ausschließen können. Auf der Homepage der Tierherberge werden die Katzen vorgestellt, um einen möglichen Besitzer ausfindig zu machen. Falls sich innerhalb einer Woche kein Besitzer meldet, werden die Tiere gechippt, geimpft und gegebenenfalls kastriert. Anschließend kommen sie in das Vermittlungsgehege zu den anderen Katzen.

Die Tierherberge in Kamp-Lintfort ist ein alternatives Tierheim. Es hält die Tiere in Gruppen. So wohnen die 20 Katzen in einem Blockhaus mit einem Außengehege. Für die Hunde gibt es kleine und große Gruppenzimmer, in denen sie zu zweit oder dritt oder gar zu viert gehalten werden. Ein Außengehege steht für die Vierbeiner ebenfalls bereit. Die Tiere entscheiden selbst, ob sie lieber draußen toben oder im Inneren der Räume ausruhen möchten.

Für Tierfreunde und mögliche Interessenten bietet die Tierherberge ein Gassi-Angebot an. Zu den Sprechzeiten können Besucher unverbindlich mit einem Hund spazieren gehen. "Das Tierheim ist auf Ehrenamtler und Spaziergänger angewiesen", erklärt Mühlenberg. Auch Schulklassen können zu einem Infotag vorbeikommen, die Hunde ausführen oder mit den Katzen kuscheln. "Die Kinder sollen dafür sensibilisiert werden, wie man mit Tieren umgeht und was für eine Verantwortung man übernimmt, wenn man sich ein Tier anschafft", berichtet Beate Mühlenberg.

Auch das St.-Hedwig-Senioren- und Pflegheim in Kamp-Lintfort und das Moerser Schloerstift erhalten an zwei Tagen in der Woche einen "Besuchsdienst auf vier Beinen". "Die Hunde sorgen bei den älteren Herrschaften für eine schöne Abwechslung. Viele von ihnen hatten früher selber einen Hund. Man trifft dort auf viele strahlende Gesichter", erzählt die Leiterin der Tierherberge. Und auch die Hunde haben Spaß an dem Besuch im Altenheim. "Sie bekommen dort viel Aufmerksamkeit. Sie werden gestreichelt und bekommen von allen Seiten Leckerchen", berichtet Beate Mühlenberg.

Weitere Informationen zur Tierherberge unter: www.tierherberge-kamp-lintfort.de

Quelle: RP
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