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Kamp-Lintfort
Unbekannte sprengen in Kamp-Lintfort einen Geldautomaten

Kamp-Lintfort. Laut Polizei machen die Täter keine Beute. Wachmann wird nach der Sprengung durch herunterfallenden Putz am Kopf verletzt.

Die Spuren der nächtlichen Explosion waren gestern noch deutlich zu sehen: gesprungene Glasscheiben, eine eingebeulte Sicherheitstür und ein zerstörter Geldautomat. Unbekannte haben in der Nacht auf Donnerstag den Geldautomaten einer Bankfiliale gesprengt, die in der Kamp-Lintforter Fußgängerzone liegt.

Wie die Polizei gestern mitteilte, leiteten die Täter Gas in den Automaten ein und brachten ihn auf diese Weise zur Explosion. Eine Zeugin, die sich zur selben Zeit, etwa gegen drei Uhr morgens, auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz befand, meldete sich kurz nach der Sprengung bei der Kamp-Lintforter Polizeiinspektion. Sie hatte zum Tatzeitpunkt drei Unbekannte in der Bank beobachtet und einen weiteren Mann, "der, so die Polizei, "vor dem Gebäude augenscheinlich Schmiere" gestanden hatte. Anschließend sollen die Täter in einem dunklen Auto durch die Fußgängerzone zum Prinzenplatz gerast sein. Die Polizisten leiteten sofort eine Fahndung ein, die jedoch bislang ergebnislos verlief.

Die Polizei hofft, dass Anwohner möglicherweise durch den Knall wach wurden und etwas beobachtet haben. "Vielleicht haben sie gesehen, um welche Fahrzeugmarke es sich handelt. Oder sogar Teile des Autokennzeichens erkannt", sagt die Kreis Weseler Polizeisprecherin Andrea Margraf. Beute haben die Täter nicht gemacht.

Die gestrige Sprengung des Geldautomaten war nicht die erste in der Region, bei der die Täter Automaten auf diese Weise zur Explosion gebracht hatten. In der vergangenen Woche war in Sonsbeck ein Automat gesprengt worden, davor in Viersen und Hünxe. Ob es sich um dieselben Täter handelt, konnte die Polizei gestern nicht bestätigen. Die Feuerwehr hatte keine Gebäudeschäden festgestellt. Ein Mann, der einige Stunden nach der Sprengung die Bank betreten hatte, wurde durch herunterfallenden Putz am Kopf verletzt. Er kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.

Drei der Täter sollen schwarz gekleidet gewesen sein, einer trug laut Zeugin eine graue Jacke und dunkle Turnschuhe mit auffälliger weißer Sohle. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, wenden sich an die Polizei unter Telefon 02842 9340.

(aka)
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