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Kamp-Lintfort
Unesco-Schüler begrüßen Besuch aus Papua-Neuguinea

Kamp-Lintfort. Die Schüler des 6. Jahrgangs der Unesco-Schule freuen sich über den Besuch des Reimai Chores aus Papua, Indonesien. Papua-Neuguinea ist ein Land reich an Tradition und Kultur. Über 700 unterschiedliche Sprachen werden noch heute in Papua-Neuguinea gesprochen, und kein Stamm gleicht dem anderen. Papua-Neuguinea ist eines der letzten Länder auf der Erde mit unberührter Natur, rauschenden Wasserfällen im Dschungel, dem drittgrößten Regenwald der Welt und einer unvergleichbaren Unterwasserwelt. Der Reimai Chor sang und tanzte nicht nur an der Unesco-Schule in Kamp-Lintfort, sondern bot auch Workshops zum Singen, Tanzen, Malen und Trommeln an. Im Foyer der Stadthalle wurde zunächst ein Teil der indonesischen Politik und der Geschichte Indonesiens von den Chormitgliedern vermittelt. Papua ist neben Papua Barat (Westpapua) eine der beiden Provinzen von Westneuguinea, dem indonesischen Teil der Insel Neuguinea.

Anfangs war Westneuguinea die Kolonie Niederländisch-Neuguinea. Nach einer 1969 durchgeführten umstrittenen Abstimmung wurde ganz Westneuguinea als Provinz Irian Jaya in den Staat Indonesien eingegliedert. Die Bevölkerung setzt sich aus Ureinwohnern, zugewanderten Javanern und anderen Malaien zusammen. Nach diesen interessanten Berichten ging es mit Workshops und den dazugehörenden Requisiten und Musikinstrumenten weiter. Besonders die indonesischen Trommeln mit ihren Trommelrhythmen beeindruckten die Gesamtschüler sehr. Die Sechstklässler lernten ein indonesisches Lied kennen und sangen es gemeinsam mit dem Reimai Chor. Auch sehr rhythmisch ging es beim Tanzen weiter. Die Schüler lernten den Grundschritt eines indonesischen Tanzes und verknüpften diesen mit viel Hüftschwung und Beinarbeitet zu einer tollen Choreografie.

Wer weniger Interesse an musikalischen Workshops hatte, entschied sich für den Kurs Bodypainting, wo das Bemalen des Körpers mit indonesischen Motiven vorgestellt wurde. Die Schüler erfuhren einiges über die Bedeutung der Motive, wie auch über den Platz am Körper und übertrugen mit spezieller Körperfarbe Beispiele davon auf Armen oder Gesicht. Schulleiter Jürgen Rasfeld erhielt von seinen Gästen ein großformatiges Ölbild mit dem Wappen des Reimai Chores und bedankte sich seinerseits mit Fotos und einem Videofilm über Kamp-Lintfort und Kloster Kamp.

Quelle: RP
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