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Kamp-Lintfort
Verein fördert seit 30 Jahren den fairen Handel

Kamp-Lintfort: Verein fördert seit 30 Jahren den fairen Handel
Werner Siemens hatte den Verein 20 Jahre lang geführt. FOTO: Fairtrade
Kamp-Lintfort. Reinhard Schmeer hat Werner Simon als Vereinsvorsitzender abgelöst. Neue Projekte sollen angestoßen werden.

Seit mehr als 30 Jahren gibt es in Kamp-Lintfort den Verein zur Förderung des fairen Handel(n)s am Niederrhein. Nun hat Reinhard Schmeer den Vorsitz von Werner Siemens übernommen Gleichzeitig warten viele neue Ideen auf eine kreative Umsetzung: Als Netzwerk aller Gruppen und Läden am Niederrhein, die sich seit langem für einen gerechten und sozial verantwortlichen Welthandel einsetzen, will man möglichst viele Menschen aus der Region davon überzeugen mitzumachen.

Im Juni hat Werner Siemens nach mehr als 20 Jahren den Vorsitz des Vereins abgegeben. Unter seiner Leitung entstand vor gut fünf Jahren das Netzwerk des fairen Handels am Niederrhein. Dieses ermöglicht den vielen Läden und Aktionsgruppen der Region, unter einem Logo erkennbar zu sein, und bietet zudem viele verschiedene Beteiligungsformen, wie Netzwerktreffen, Aktionsreihen, Stammtische, Workshops und Seminare sowie einen monatlich erscheinenden Rundbrief. Wer selbst Lust hat, sich über den Fairen Handel zu informieren, findet auf der Website des Netzwerks unter www.fair-rhein.de alle aktuellen Veranstaltungen und Termine.

Abgesehen vom Netzwerk unterhält der Verein ein regionales Vertriebszentrum für fair gehandelte Waren auf der Schulstraße 141 in Kamp-Lintfort. Der Vorsitz ist in der Mitgliederversammlung an Reinhard Schmeer weitergegeben worden. Als Vikar hatte er die Anfänge der Kamp-Lintforter Dritte-Welt-Arbeit Ende der 70er Jahre kennen gelernt und die Idee in seine damalige Kirchengemeinde Moers-Asberg mitgenommen.

Neben dem Wechsel des Vorstandes wurden von den Mitgliedern aber auch Ideen für die Weiterentwicklung des Vereins und seiner Arbeit diskutiert. Neue Mitstreiter sind eingeladen, sich mit Ideen oder Tatkraft einzubringen. Die Zusammenarbeit und Begleitung mit Gewerbetreibenden, Kirchen, Schule und Kitas soll intensiviert werden. Und man will kreative Wege finden, um die die Idee einer öko-fairen Beschaffung auch in den Kommunen der Region anzustoßen. In Kamp-Lintfort ist der Grundstein schon gelegt - der Kontakt zu lokalen Gruppen, die Steuerungsgruppe der Fairtrade Town und Fair Trade Universität oder im Blick auf die Landesgartenschau 2020. Darüber hinaus wird die Verbindung zu den Gemeinden, Kirchenkreisen und Kreisdekanaten in der Region gesucht, um in Sachen Weltverantwortung und fairer Handel weitere Engagierte zu vernetzen.

Quelle: RP
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