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Kamp-Lintfort
Vier ebnen den Weg zur Landesgartenschau

Kamp-Lintfort. Die im April gegründete Gesellschaft breitet mit einem kleinen Team die Landesgartenschau 2020 vor. Aktuelle Aufgaben sind die Akquise von Fördermitteln und ein landschaftsplanerischer Wettbewerb. Von Anja Katzke

Heinrich Sperling nimmt die Herausforderung gelassen sportlich: "Die Zeit, bis zur Eröffnung der Landesgartenschau in vier Jahren wird ein Marathon. Und am Ende legen wir sicherlich noch einen Sprint ein." Er muss es wissen: Seit 1980 hat der heute 60-Jährige mehrere Gartenschauen in Land und Bund vorbereitet und begleitet, heute im Auftrag der Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege (LAGL) als Geschäftsführer. Und auch in Kamp-Lintfort gehört er zum Team der erst im April gegründeten Laga-GmbH. Die Gesellschaft, die mit der Realisierung und Durchführung der Landesgartenschau 2020 beauftragt ist, besteht zurzeit aus vier Mitarbeiten.

"Wir sind ein kleines schlagkräftiges Team", betont Kämmerer Martin Notthoff, der mit Heinrich Sperling die Geschäftsführung übernommen hat. Prokurist der GmbH ist Andreas Iland, der 2014 die Projektleitung für die Landesgartenschau-Bewerbung innehatte. Ariane Bauer, Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeit in Kamp-Lintfort, kümmert sich in der GmbH um die Kommunikation nach außen. "Die Personalstärke wird erst in einer späteren Phase wachsen", weiß Sperling aus langjähriger Erfahrung. Für seine drei Kamp-Lintforter Kollegen ist er zurzeit ein wichtiger Ratgeber. "Wir mussten uns ja Überblick verschaffen, um die Zeit bis zur Landesgartenschau strukturieren zu können. Wann muss welche Aufgabe umgesetzt sein, wann wird weiteres Personal notwendig, was steht erst in zwei Jahren an?", benennt Ariane Bauer drei von vielen Fragen, die in der Findungsphase aufkamen. "Da kann sogar die Frage nach der Zahl der Eingänge auf das Gartenschau-Areal am Ende relevant sein", fügt Martin Notthoff hinzu. Die Findungsphase in der Gesellschaft ist inzwischen vorüber und ein erstes Projekt auf den Weg gebracht: der landschaftsplanerische Wettbewerb (RP berichtete). Der Bewerbungsaufruf wurde europaweit ausgeschrieben. Die Rückmeldung war groß. Es bewarben sich mehr als 35 Büros, selbst aus Wien beteiligten sich Landschaftsarchitekten. "Wir beschäftigen uns zurzeit intensiv mit der Auslobung", berichtet Prokurist Andrea Iland.

Der landschaftsplanerische Wettbewerb wird in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt. Der bereits abgeschlossene Teilnehmerwettbewerb war die Vorstufe zum eigentlichen Planungswettbewerb. Dieser wird von September bis Dezember durchgeführt. "Und dann wollen wir auch die Kamp-Lintforter wieder mit einbeziehen", sagt der Prokurist. Eine Arena zur Landesgartenschau, die bislang dritte, ist für den 27. September in Vorbereitung. Die Ideen und Anregungen, die die Bürger in der Arena einbringen, sollen in die Planungen der am Wettbewerb teilnehmenden Landschaftsarchitekten einfließen. Das Preisgericht wird Ende Januar tagen und die Preisträger bestimmen.

"Dann hätten wir eine erste Visualisierung, wie es auf den Gartenschauflächen aussehen wird. In der Machbarkeitsstudie gab es ja bereits erste Ideen und Ansätze", erläutert das GmbH-Team. Viele der Aufgaben, die neben dem Wettbewerb bearbeitet würden, hätten eher strategischen Charakter. "Sie sind nicht so spektakulär, wie die Aktionen rund um unsere Bewerbung", sagt Iland. Im Mittelpunkt stehe die Fördermittel-Akquise. Die Pauschalförderung sei beantragt. Es gebe aber zahlreiche andere Fördertöpfe, die man anzapfen wolle: Dazu gehören Mittel aus der Städtebauförderung, aber auch aus dem Bereich Naturschutz und Verkehr. Außerdem müsse, so Martin Notthoff, ein integriertes Handlungskonzept auf den Weg gebracht werden. Parallel dazu arbeitet die GmbH an der Entwicklung einer Marketingstrategie. Das Konzept liegt zwar noch nicht in der Schublade, doch die Richtung ist mit zwei Schlagworten vorgegeben: Die Laga 2020 wird sinnlich und erlebnisorientiert.

Quelle: RP
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