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Kamp-Lintfort
Zeitreise zum Jubiläum der Schule

Kamp-Lintfort. Die Grundschule am Niersenberg wurde 1966 eröffnet. Zum Jubiläum gibt es eine Projektwoche. Die Schüler präsentieren die Ergebnisse am Samstag. Von Peter Gottschlich

In den 1960er schossen am Kuckucks-, Meisen und Lerchenweg die Eigenheime wie Pilze aus dem Boden. Dazu wurde 1963 die Kruppsiedlung vollendet, in der Bergleute der neuen Schachtanlage Rossenray einzogen. Junge Familien mit Kindern ließen sich im Niersenbruch nieder. So entschied die Stadt, die achtklassige Volksschule am Niersenberg, an der Einmündung der Fasanenstraße in die Wiesenbruchstraße, in eine Hauptschule umzuwandeln. Gleichzeitig beschloss sie, an der Einmündung der Fasanenstraße in die Saalhoffer Straße eine neue Grundschule zu bauen.

"Die Schule wurde 1965 und 1966 gebaut", berichtet Schulleiter Peter Schiffler. "Am 5. Dezember 1966 wurde hier der Unterricht aufgenommen." Den 50. Geburtstag feiert die Grundschule mit einer Projektwoche, deren Höhepunkt am Samstag eine Jubiläumsfeier ist. Im Mittelpunkt steht der Schulalltag der 60er Jahre, als Eugen Günter Piecha erster Schulleiter war. Da Piecha 1978 mit dem Buch "Kamp-Lintfort im Wandel der Geschichte" das Standardwerk zur Stadtgeschichte fertigstellte, ist er vielen Kamp-Lintfortern bekannt.

In 14 Gruppen, zu denen sich die 280 Schüler anmelden konnten, arbeiteten sie diese Zeit auf. Zum Beispiel entwerfen Schüler Textilien aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren. "In den 60er-Jahren haben die Mädchen oft Röcke getragen und die Jungen kurze Hosen - außer im Winter", erzählt Lehrerin Dagmar Tischer. Auf Flohmärkten besorgte sie alte Klamotten, die 25 Kindern nun umarbeiten. Zur Jubiläumsfeier präsentieren sie die Kleidung bei einer Modenschau.

Gleich 50 Schüler entschieden sich dafür, bei ihrer Zeitreise das Fach Handarbeiten kennenzulernen. In zwei Gruppen stricken sie zum Beispiel mit einer Strickliesel oder häkeln. Kinder einer anderen Gruppe werken mit Säge und Pfeile. Kinder einer weiteren Gruppe interviewen Zeitzeugen, die die 60er Jahre noch erlebt haben, wie Hausmeister Werner Lindecker. Die Gespräche halten sie filmisch fest. Kinder zweier Gruppen üben Bewegungsspiele ein, die sie am Samstag vorstellen, wobei sie auch zum Mitmachen einladen. "Manche Schulhofspiele gibt es heute nicht mehr, zum Beispiel Plumpsack und Gummitwist", berichtet der Schulleiter. In den 60er- und 70er-Jahren wurden sich noch überall gespielt."

Die Grundschule am Niersenberg lädt für Samstag, 16. April, von 10 bis 14 Uhr, zur Jubiläumsfeier ein. Die Schüler präsentieren die Ergebnisse der Projektwoche. Zum Beispiel laden sie zu Mitmachaktionen ein. Dazu bieten sie Speisen und Getränke aus den 60er Jahren.

Quelle: RP
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