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Stadt Kempen
50 Helfer packen 4800 "Bloese" so schnell wie am Fließband

Stadt Kempen: 50 Helfer packen 4800 "Bloese" so schnell wie am Fließband
Gute Laune herrschte beim Packen der 4800 "Bloese" im Foyer des Kempener Rathauses am Samstagnachmittag. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Im Rathausfoyer haben am Samstag wieder viele Helfer die Martinstüten gepackt. Das ist zwar stressig, macht aber auch viel Freude. Von Silvia Ruf-Stanley

Am Samstagnachmittag herrschte so viel Emsigkeit im Rathausfoyer, dass immer wieder Leute vor den Fenstern stehenblieben und neugierig schauten, was sich dort tat. Rund 50 Helfer des St.-Martin-Vereins waren dabei, die "Bloese" genannten Tüten zu packen. Alles nach genauem Plan, damit 16 Teile von Apfel bis Getränkeflasche ihren Platz in der braunen Packpapiertüte findet.

Und das ging wie am Fließband. Das System ist seit Jahren ausgeklügelt. In der Reihenfolge, wie die Sachen in die Tüte kommen sollen, liegen die Berge vor den fleißigen Packern. Ein Teil in die Tüte, dann wird sie weitergeschoben. Von hinten kommt Nachschub, damit es im gleichen Tempo weiter geht. Schüler der Martinschule und der Realschule sorgen mit dafür, ebenfalls kümmern sie sich um den ganzen Verpackungsabfall.

An zwei langen Tischen geht es rund herum. Am Ende wird die Bloese gut zugetackert. Und hier hat an einem Tisch die Tackermaschine von Hans Detlef Güldner ihren ersten Einsatz. Der Tüftler hat ein Gerät entwickelt, das mit zwei Heftklammern die Tüte verschließt und die Hände schont, denn 4800 Bloese, die gepackt werden, gehen ganz schön in die Knochen, wenn man das mit einem normalen Tacker macht. Doch noch kommen auch diese zum Einsatz. Und damit auch Peter Büscher. Der ist nicht nur seit Jahr und Tag der Hüter der gepackten Bloese bis zum Zug, sondern auch für das Befüllen der Tacker zuständig. Gerade legt ihm Otto Birkmann wieder einen zum Nachfüllen hin. Und gleich hinterher Georg Funken, der am Montag und Dienstag als Herold neben St. Martin Jüppi Trienekens reiten wird. "Das ist Familienerbe, hier zu helfen", sagt er. Schließlich war sein Vater Friedhelm 29 Jahre lang der St. Martin in Kempen. Die Familientradition wird offensichtlich fortgesetzt, denn Sohnemann Henning hilft fleißig, die gepackten Bloese auf einen Wagen zu packen. Henning hat ein klares Ziel: Auch einmal St. Martin zu werden. Reiten kann er schon.

Man könnte einen Ventilator brauchen, sagt Renate Schmitz angesichts der fast tropischen Temperaturen im Foyer. Auch Heike Höltgen hat schon fest gestellt, dass sie für die Packerei entschieden zu warm angezogen ist. Und Peter Royen, pensionierter Lehrer und früher Leiter der Fackelprämierungskommisssion, bringt es auf den Punkt: "Wir sind drei Grad unter Hitzefrei."

Quelle: RP
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