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Gemeinde Grefrath
Agility: Hunde zeigen ihre Geschicklichkeit

Gemeinde Grefrath. "Luna, Tunnel, vorwärts. Super! Hürde, Laufsteg", knapp und schnell kommen die Kommandos und zwischendurch auch ein kurzes Lob von Katrin Sandfuchs. Passend dazu gibt es ebenso deutliche richtungsweisende Handzeichen von der jungen Frau an ihre dreijährige Hündin Luna. Wie ein Blitz folgt die kleine blonde Hundedame den Aufforderungen. Schießt durch den Tunnel, läuft ohne zu zögern über den Laufsteg in luftiger Höhe, nimmt Anlauf, um über die Steilwand zu kommen, springt über die Hindernisse und vergisst keine eine Stange beim Slalom. "Ein fehlerfreier Lauf in 51,93 Sekunden", verkündet Richterin Franziska Meller das Ergebnis der beiden. Eine strahlende Sandfuchs verlässt mit ihrer Hündin den abgesteckten Parcours. Ein "Hepp" und Luna ist auf ihren Arm gesprungen, wo sie geknuddelt wird. "Luna war Spitze und dabei ist das heute unser allererstes Agility-Turnier. Wir haben gerade die Prüfungen für die offiziellen Turniere abgelegt und starten quasi in unsere erste Agility-Saison", berichtet die Sendenerin.

Der Start in die Agility-Saison 2016 ist es auch für die Ortgruppe der Hundeschule Grefrath des IRJGV (Internationale Rasse-, Jagd- und Gebrauchshundeverband). Los geht es mit einem besonders wichtigen Turnier. Die Starter sammeln nämlich Punkte für die Teilnahme an der Deutschen Agility-Meisterschaft. "Wir haben insgesamt acht Turniere in der aktuellen Saison geplant, wobei sechs in die Wertung kommen", informiert Petra Hermann, Trainerin der Ortsgruppe. Auf dem Platz hat inzwischen rege Betriebsamkeit eingesetzt. Hindernisse werden abgebaut und andere auf- oder umgestellt. Wo eben noch der Laufsteg stand, ist jetzt ein neues Hindernis in Form einer Weitsprunganlage für Hunde zu sehen. Den Platz des Tunnels nehmen die Slalomstangen ein, und wo die Steilwand stand, ist der Tunnel platziert. "Wir ändern den Parcours für den zweiten Lauf", berichtet Meller, die nicht nur Anweisungen gibt, wo was aufgebaut werden soll, sondern selber mit dem Laufrad über den Platz geht und die Meterzahl misst.

Hatte der erste Lauf 20 Hindernisse auf einer Länge von 170 Meter und eine Zeit von 2,8 Sekunden pro Meter, so sind es nun 19 Hindernisse auf 150 Meter bei einer Zeit von 3,1 Sekunden pro Meter. Wobei die Zeit pro Meter das Zeitfenster ergibt, in dem ein Team den Parcours gemeistert haben muss. Die gibt es auch für Fehler wie das Verweigern eines Hindernisses oder wenn eine Stange fällt. "Eine dreimalige Verweigerung als auch das Nehmen eines falschen Hindernisses führen zu einer Disqualifikation", berichtet Meller. Der neue Parcours, der keine Kontaktzonenhindernisse wie Steg und Wand mehr beinhaltet, ist für die Begehung freigegeben. Hundeführer strömen auf die Fläche, prägen sich den Verlauf ein und messen Abstände zwischen den Hindernissen aus. "Wir haben je zwei Läufe in den Klassen Minis und Maxis, wobei 43 Zentimeter Schulterhöhe die Grenze zwischen den beiden Klassen darstellen", erläutert Hermann.

(tref)
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