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Serie Zuhause In . . . Der Stadionstraße
Alles Wichtige liegt vor der Haustür

Serie Zuhause In . . . Der Stadionstraße: Alles Wichtige liegt vor der Haustür
Benannt ist die Straße nach dem Eisstadion, dem sportlichen Aushängeschild Grefraths. FOTO: kn
Kempen. Die Stadionstraße führt zu wichtigen öffentlichen Einrichtungen. Viele Geschäfte haben im Lauf der Jahre ihre Türen geschlossen. Die Straße hat ihren Charakter ziemlich verändert, aber die Anwohner fühlen sich wohl. Von Manfred Baum

Grefrath Die Stadionstraße in Grefrath, die bis zur kommunalen Neugliederung im Jahr 1970 Oststraße hieß, ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in der Niersgemeinde. Weiter ist sie die Straße, die die Busverbindung in den Ortsteil Vinkrath aufrecht erhält. Doch auch noch aus anderen Gründen übt die Stadionstraße ein wichtige Funktion in der Sport-und Freizeitgemeinde Grefrath aus. Sie bringt die Kinder und Jugendlichen zum Schulzentrum am Burgweg, zur Grundschule und der Schule an der Dorenburg. Weiter ist sie die Zufahrt zum Hallen- und Freibad, zum Schwingbodenpark, zum Evangelischen Kindergarten, der Evangelischen Kirche, wie auch zum Eissportzentrum und dem neuen Sportpark Heidefeld. Weiter führt die Straße zum "Haus an der Dorenburg", das früher ein Kinderheim war.

Egon Munzke (70), ehemaliger Torjäger des SV Grefrath, lebt seit 30 Jahren an der Stadionstraße, direkt gegenüber dem Parkplatz Hallenbad, und fühlt sich hier ausgesprochen wohl: "Wir haben ein schönes Häuschen mit Garten und sind nicht weit vom Ortskern entfernt." Es sei nur ein wenig unruhig, wenn die Schulen Schluss haben: "Aber darüber beklage ich mich nicht." Orthopädieschuhmeister Hans-Willi Lenssen, dessen Schuhgeschäft direkt am Parkplatz Hallenbad liegt, wohnt seit 1959 an der Schanzenstraße. Für ihn ist von besonderer Wichtigkeit, Einrichtungen wie den Schwingbodenpark, das Eisstadion und die Bäder fast direkt vor der Haustür zu haben.

Wer einmal über die Stadionstraße schlendert und ein alter Grefrather ist, dem fällt sogleich auf, dass die Stadionstraße viele Geschäfte verloren hat, die dort früher für Leben sorgten. Beginnen wir im Süden, kurz hinter dem Bergerplatz. Dort gab es früher das Tabakwaren- und Spirituosengeschäft Heythausen. Die Bäckerei und das Café Verheggen ist längst Geschichte. Die Reinigung Reski/Ruyters eben, weiter das Malergeschäft Schmitz und Schuhmacher Verstappen. Das Malergeschäft Funken gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr. Die beiden kleinen Einzelhandelsgeschäfte Skopp und Hummen sind Geschichte. Bei Skopp gab es sogar noch eine kleine Eisdiele. Gleich drei Gaststätten hat die Stadionstraße verloren.

Einzogen in den Gaststätten sind der Kindergarten Rappelkiste, die Buchdruckerei Niersmanns und eine Gaststätte wurde zur Wohnung umgebaut. Ebenso wurde aus der früheren Metzgerei Rixen/Winkler ein Wohnhaus. Eine Tankstelle hatte die Stadionstraße ebenso wie ein Friseurgeschäft und eine Kohlenhandlung. Weiter lag eine kleine Fabrik an der Straße. Komplett neu ist die Zufahrt von der Stadionstraße zum Deversdonk, oder die Schanzenstraße, die durchgebaut wurde für den Inneren Verkehrsring. Dafür mussten damals Häuser abgerissen werden.

Helmut Purrmann, einst Fußballer beim SV Grefrath, lebt seit 1951 an der Stadionstraße und fühlt sic h dort mit seiner Frau sehr wohl. "Vieles hat sich geändert, vieles ist neu hinzugekommen", befindet er. Zuletzt sei der Sportplatz Heidefeld errichtet worden. Auf der anderen Seite sei auch eine Menge verschwunden, aber das sei der Lauf der Zeit.

Die Stadionstraße ist die einzige Straße, die direkt zum neuen Eingang der Dorenburg führt, es sei denn, der Besucher kommt über die Ostumgehung. An der liegt das Sporthotel "Grefrather Hof" mit der Tennishalle und das Bowlingcenter, so dass auch hier die Stadionstraße ein direkter Zubringer ist. Im Nordosten mündet die Stadionstraße in die Straße Heide , die nach Vinkrath führt. Im Süden grenzt die Stadionstraße direkt an den Bergerplatz, die Mülhausener Straße und die Hohe Straße. Die direkte Zufahrt von der Stadionstraße über den Bergerplatz zur Bahnstraße gab es früher nicht. Sie entstand mit der Umgestaltung des Ortskerns vor gut einem Vierteljahrhundert. Die Stadionstraße nimmt viel Verkehr auf. Entlastung gab es für sie erst, als die Ostumgehung fertiggestellt worden war. Bis dahin war die Straße mit der Zufahrt zum Eissportzentrum vor allen Dingen bei Großveranstaltungen im Eisstadion, oder im Dorenburgmuseum völlig überlastet. Die beiden ältesten Straßen, die in die Stadionstraße münden sind die Neu-und die Nordstraße. Östlich der Stadionstraße, in Höhe des Parkplatzes Hallenbad entstand vor allen Dingen in den 1950 er Jahren ein Neubaugebiet, bedingt durch den Zustrom der Flüchtlinge.

Quelle: RP
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