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Stadt Kempen
Aqua Sol: JuLis wollen Zahlen sehen

Stadt Kempen. Was kostet eigentlich das Kempener Schwimmbad? Diese Frage hätten die Jungen Liberalen (JuLis), der politische Nachwuchs der Freien Demokraten, gerne beantwortet. Von Andreas Reiners

In Zeiten knapper Kassen stellten öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder häufig ein Problem dar und würden die kommunalen Haushalte übermäßig belasten, meint die JuLi-Kreisvorsitzende Johanna Krall, aus Grefrath. Während der jährliche Zuschussbedarf für das Willicher Bad "De Bütt" beispielsweise bei einer Million Euro und der für das St. Töniser Hallenbad sogar bei 1,3 Millionen Euro liege, würden für das Kempener "Aqua Sol" gar keine Zahlen öffentlich vorliegen.

Stadtwerkegeschäftsführer Siegfried Ferling bestätigte zwar im RP-Gespräch, dass die Bäder mit der Saunalandschaft ein "Verlustgeschäft" darstellten. Allerdings würden die Verluste durch interne Verrechnungen mit anderen Sparten des Unternehmens aufgefangen. So lieferten Wärme- und Stromsparte ans "Aqua Sol" die nötige Energie. Damit zahle sich ein solcher Querverbund unterm Strich aus.

Näher eingehen auf die Zahlen des "Aqua Sols" wollen Ferling und sein Kollege in der Geschäftsführung der Stadtwerke Kempen, Norbert Sandmann, allerdings nicht. Man lege einzelne Zahlen nur intern dem Aufsichtsrat als Kontrollgremium der 100-prozentigen Stadttochter vor. Der Aufsichtsrat ist mit Mitgliedern des Stadtrates besetzt, Vorsitzender ist Bürgermeister Volker Rübo. Die Gesamtbilanz des Unternehmens werde - wie vorgeschrieben - im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mehr nicht! Soviel verriet Ferling dann doch: Die Investitionen in die Modernisierung der Saunalandschaft würden sich allmählich auszahlen. Von den gestiegenen Besucherzahlen der Sauna würden auch Hallen- und Freibad profitieren.

Dass ausgerechnet die Jungen Liberalen die Kostenfrage aufgeworfen haben, hat die Verantwortlichen in der Chefetage der Kempener Stadtwerke ein wenig erstaunt: Denn mit der Kempener FDP-Stadtratsfraktion sei man im Austausch. Dort habe man auch die finanzielle Lage des "Aqua Sols" bereits erörtert, so Geschäftsführer Ferling.

Quelle: RP
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