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Stadt Kempen
Aqua Sol: Neuer Durchblick für die Sole

Stadt Kempen: Aqua Sol: Neuer Durchblick für die Sole
Andrea Goetzens und Heiko Wolf arbeiten auf dem Sprungturm am Sportbecken des Kempener Hallenbades. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Mit einer Poolparty wird das Sportbecken im Kempener Badezentrum nach der Grundreinigung morgen wieder in Betrieb genommen. Dafür schließt der Solebereich wegen Sanierung für drei Wochen. Von Bianca Treffer

Vorsichtig reicht Auszubildende Andrea Goetzens eine Kunststoffplatte zu Heiko Wolf hinauf. Der Fachangestellte für Bäderbetriebe steht auf dem Sprungturm am Sportbecken der Kempener Sauna- und Wasserwelt "Aqua Sol" und ist mit der Montage der Platten an dem Edelstahlgerüst beschäftigt. Derzeit laufen die letzten Arbeiten im Zuge der Grundreinigung des oberen Schwimmbadbereichs. "Wir hatten die durchsichtigen Kunststoffplatten für eine optimale Reinigung abgeschraubt. So konnten sowohl die Platten an sich, als auch das Sprunggerüst, besser gereinigt werden", erklärt Betriebsleiter Wolfgang Werthschulte.

Am 7. November war im "Aqua Sol" der Badbereich mit Sportbecken und Rutsche für die Grundreinigung geschlossen worden. Becken reinigen, Dehnungsfugen erneuern, Duschen samt Armaturen entkalken, Rutsche reinigen und ebenfalls entkalken, Fliesen austauschen - ein Standardprogramm wurde in den vergangenen zehn Tagen abgearbeitet. Dazu kam der Austausch der Beleuchtung im kompletten alten Hallenbereich. Hier strahlt jetzt energiesparendes LED-Licht.

"Früher haben wir immer den gesamten Badbereich geschlossen. Seit einigen Jahren arbeiten wir abschnittweise und können dadurch unseren Badegästen auch während der Grundreinigung Schwimmen ermöglichen. Wir bieten in dieser Zeit die Zwei-Stunden-Karte als Tageskarte an, weil ja nicht alles nutzbar ist", sagt der stellvertretende Betriebsleiter Michael Bist.

Wobei es in diesem Jahr nicht alleine bei einer umfassenden Reinigung bleibt. Im Solebereich müssen der Beton und die Fassade saniert werden. Bei einer Routine-Untersuchung stellten Fachleuten fest, dass die Betonpfeiler im Solebereich saniert werden müssen. Zudem hat die Tragfähigkeit im Frontbereich durch Korrosion teilweise nachgelassen hat. Immerhin ist dieser Teil des Schwimmbades schon knapp 30 Jahre alt und das bei extremer Belastung durch Wärme, Kälte und Wasserdampf. Die statische Sanierung wird nun, gekoppelt mit der Grundreinigung des Solebades, in Angriff genommen.

Dafür erhält die große Glasfront im unteren Bereich zusätzliche Stützen. "Wir müssen nicht die ganze Fassade ersetzen, sondern die Konstruktion nur in Teilen zusätzlich abstützen", erklärt Werthschulte. Zeitgleich werden die sieben unteren Fensterflächen, die im Laufe der Jahre teilweise "blind" geworden sind, erneuert. An den Pfeilern wird nach der Betonsanierung auf eine erneute Verkleidung mit Fliesen verzichtet. Der Grund: So können eventuell auftretende neue Schäden schneller festgestellt und behoben werden. "Selbstverständlich erhalten die Pfeiler aber Farbe und eine entsprechende Bemalung, damit sie weiterhin zu den bestehenden Motiven im Solebereich passen", so Bist. Im März kommenden Jahres schließt sich dann eine Sanierung der drei Pfeiler im Schwimmkanal an.

Insgesamt ist Badleiter Wertschulte mit dem Ergebnis der jüngsten Statikprüfung sehr zufrieden. Für sein Alter sei das Gebäude gut in Schuss, meint er. Immerhin ist der ältestes Teil der Anlage über ein halbes Jahrhundert alt.

Das Sportbecken samt Rutsche wird am morgigen Samstag, 19. November, mit einer Poolparty für Erwachsene ab 21 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr, Eintritt: zwölf Euro) wieder eröffnet. Am Sonntag schließt dann der Solebereich für drei Wochen. Für die Besucher bedeutet dies, dass der reduzierte Eintrittspreis auch noch für die nächsten drei Wochen gilt. Am 12. Dezember öffnet das Solebad frisch gereinigt und saniert wieder.

Quelle: RP
 
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