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Kreis Viersen
Arbeitsagentur: Woche der Behinderten

Kreis Viersen: Arbeitsagentur: Woche der Behinderten
Dirk Strangfeld, Leiter der Agentur für Arbeit, war gestern zu Gast bei Toys "R" Us. Das Bild zeigt ihn mit Marktleiter Karsten Kelber und Dennis Lambracht. FOTO: aa
Kreis Viersen. In dieser Woche rühren Vermittler bundesweit die Werbetrommel, um Schwerbehinderte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Kreis Viersen ist im November die Zahl der Arbeitslosen gesunken. Von Heiner Deckers

Die frohe vorweihnachtliche Botschaft: Im Kreis Viersen ist die Zahl der Arbeitslosen um 83 auf 10.519 zurückgegangen. Der Vergleich zum Vorjahr macht die positive Entwicklung noch deutlicher: Da standen nämlich sogar 176 mehr Arbeitslose zu Buche. "Erfreulich stabil zeigte sich der Arbeitsmarkt im November", sagte gestern Dirk Strangfeld, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld-Kreis Viersen, bei der Vorlage der neuen Monatsstatistik.

Die Kräftenachfrage im Kreis Viersen ist zwar von 681 im Oktober auf 590 gesunken, das bereitet den Verantwortlichen allerdings kein Kopfzerbrechen. Gute Chancen für qualifizierte Arbeitskräfte gibt es weiterhin im Baugewerbe, in der Logistik und in den Verkaufsberufen. Vernünftige Perspektiven verheißt auch das Gesundheitswesen.

Alle Personengruppen haben von der im November positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt profitiert. Lediglich bei Behinderten stagniere die Entwicklung, bedauert Strangfeld. Das ist für ihn eine Enttäuschung, aber gleichzeitig eine Herausforderung: "Gerade in der Gruppe der arbeitslos gemeldeten Menschen mit Behinderung ist das Qualifikationsniveau hoch. Hier müssen wir noch die Vorbehalte der Arbeitgeber abbauen. Daran werden wir in nächster Zeit intensiv arbeiten."

Von insgesamt 173.165 Beschäftigten im Agenturbezirk Krefeld-Kreis Viersen sind rund 5800 Schwerbehinderte, das entspricht 3,4 Prozent. In Krefeld gibt 686 Schwerbehinderte, die arbeitslos sind, im Kreis Viersen es 888. Obwohl sie über hohe berufliche Kompetenzen verfügen, fällt ihnen der Einstieg in den Arbeitsmarkt oft schwer. Daher läuft noch bis einschließlich Freitag eine bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung. Fachkräfte der Arbeitsagenturen werben zum Beispiel in Gesprächen für mehr Inklusion im Arbeitsleben.

"Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe" sagt Agenturleiter Dirk Strangfeld, "vor allem auch die Integration in den Arbeitsmarkt ist ein besonders wichtiger Baustein. Auf der Basis ihrer Qualifikation sind Menschen mit Behinderung in der Regel hoch qualifiziert. Insbesondere angesichts des Fachkräftebedarfs benötigen wir ihre Kompetenzen." Die Agentur für Arbeit unterstützt die Inklusion mit einer Vielzahl von Dienstleistungen und Programmen. Von der Berufsorientierung für Jugendliche über die Beratung von Unternehmen bis hin passgenauen finanziellen Hilfen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer leistet sie einen großen Beitrag zur Integration von Behinderten in den Arbeitsmarkt.

Die Krefelder Agentur hat wie die anderen auch ein eigenes Team mit Beratern, die sich um die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt bemühen. Für Fragen von Arbeitgebern gibt es Experten, die dabei helfen, individuelle Lösungen zu erarbeiten. "Arbeitgeber sollten deshalb keine Hemmungen haben, diesen Personenkreis bei Stellenbesetzungen einzubeziehen", sagt Strangfeld.

Karsten Kelber, Marktleiter von Tyos "R" Us in Krefeld, kann das bestätigen: "Wir haben mit Dennis Lambracht einen motivierten und zuverlässigen Mitarbeiter dazugewonnen. Die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit verlief sehr gut und unbürokratisch. Offene Fragen wurden umgehend geklärt. für mich steht fest, dass ich die Entscheidung, einen Behinderten einzustellen, wieder so treffen würde."

Quelle: RP
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