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Stadt Kempen
Arbeitsmarkt: Behinderte haben oft Probleme bei der Stellensuche

Stadt Kempen: Arbeitsmarkt: Behinderte haben oft Probleme bei der Stellensuche
Bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen (v.l.): Hubert Boecken (Firma Prolegura Nettetal), Marco Lauer, Michael Gubanski (beide Geschäftsführer), Elena Odenbach (Agentur für Arbeit) und Dirk Strangfeld. FOTO: Becker/Agentur für Arbeit
Stadt Kempen. Die Agentur für Arbeit legte gestern die neue Statistik vor. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Viersen leicht gestiegen. Alle Personengruppen haben profitiert, nur die Behinderten nicht. Von Heiner Deckers

/ grefrath Auf dem Arbeitsmarkt hat sich im November relativ wenig getan. Im Kreis Viersen ist die Zahl der Arbeitslosen um 14 auf 16.472 gestiegen Die Kräftenachfrage ist nach wie vor gut, entwickelt sich mehr und mehr zum Positiven. Für den Kreis wurden im abgelaufenen Monat 643 neue Stellen gemeldet, 43 mehr als im November vergangenen Jahres. Der Bestand liegt zurzeit bei 2828 Stellen. Beste Chancen gibt es aktuell im Baugewerbe, in der Logistik und in den Verkaufsberufen. Auch das Gesundheitswesen biete, so gestern die Agentur für Arbeit Krefeld-Kreis Viersen, gute Perspektiven.

In diesem Monat kommen alle Personengruppen relativ gut weg. Lediglich bei den Schwerbehinderten stagniert die Entwicklung, sagte gestern Dirk Strangfeld, Leiter der Agentur für Arbeit.. Im Kreis Viersen stehen hier mit 877 Arbeitslosen 18 mehr zu Buche als im November 2016. Diese Personengruppe will die Agentur für Arbeit jetzt stärker in den Fokus rücken, betont Strangfeld: "Gerade in der Gruppe arbeitslos gemeldeten Menschen mit Behinderung ist das Qualifikationsniveau sehr hoch. Hier müssen wir aber Vorbehalte bei den Arbeitgebern abbauen. Daran müssen und werden wir in nächster Zeit weiterhin intensiv arbeiten." Momentan liegt der Anteil der Schwerbehinderten am Gesamtaufkommen an Arbeitslosen bei neun Prozent.

Menschen mit Behinderung, wissen die Fachleute seit Jahren, verfügen in der Regel über höhere berufliche Kompetenzen und Qualifikationen als Menschen ohne Behinderung. Dennoch ist der Einstieg in den Beruf für sie oft mit großen Schwierigkeiten verbunden. Die Agentur für Arbeit hat deshalb eine bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung gestartet, die heute endet. Auch im Kreis Viersen haben Fachkräfte der Agentur in Gesprächen mit Arbeitgebern für mehr Inklusion im Arbeitsleben geworben. "Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", betont Strangfeld. Vor allem die Integration in den Arbeitsmarkt sei da ein wichtiger Baustein. "Besonders angesichts des Fachkräftebedarfs und der Demografie benötigen wir die Kompetenzen der Behinderten", fügt der Agenturleiter hinzu.

Die Agentur für Arbeit unterstützte auch im Kreis Viersen die Inklusion mit einer Vielzahl von Dienstleistungen und Programmen. Die Palette reicht von der Berufsorientierung für Jugendliche über die Beratung von Unternehmen bis hin zu passgenauen Hilfen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Quelle: RP
 
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