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Stadt Kempen
Architektenstudie soll bald vorliegen

Stadt Kempen: Architektenstudie soll bald vorliegen
Die ehemalige Johannes-Hubertus-Schule in St. Hubert soll für ein Begegnungszentrum umgebaut werden. Die Betreuung von Flüchtlingen, die dorrt bereits stattfindet, könnte dadurch verbessert werden. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Ob der Umbau des geplanten Begegnungs- und Integrationszentrums in der alten St. Huberter Schule bis Ende 2018 gelingt, ist weiter offen. Ein von der Stadt beauftragter Architekt will sein Gutachten in den nächsten Wochen vorlegen. Von Andreas Reiners

Dass der Technische Beigeordnete Stephan Kahl über die Entwicklung alles andere als erfreut ist, ließ er in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses unmissverständlich durchblicken. Auf Nachfragen aus den Reihen der Fraktionen von SPD und Linkspartei reagierte er ausweichend und abweisend. Eine klare Auskunft über den Stand der Dinge in Sachen Umbau der Johannes-Hubertus-Schule zu einem Begegnungs- und Integrationszentrum der Stadt Kempen erhielten die Politiker vom Baudezernenten nicht. Fest steht: Der Beigeordnete, der im kommenden Frühjahr in Ruhestand geht, ist bei dem Projekt verwaltungsintern längst ausgebootet worden. Bürgermeister Volker Rübo hatte im Frühsommer das Heft des Handelns in die Hand genommen. Gemeinsam mit dem zuständigen Sozialdezernenten Michael Klee hat Rübo das ins Stocken geratene Vorhaben wieder in Gang gebracht. Ein externer Architekt wurde mit ins Boot genommen. Der arbeitet derzeit an einer Machbarkeitsstudie für den notwendigen Umbau des alten Schulgebäudes.

Wie mehrfach berichtet, drängt für die Stadt Kempen dabei die Zeit. Sozialdezernent Klee hatte mit einem Konzept für ein solches Bürgerzentrum, in dem Kempener und Flüchtlinge bei gemeinsamen Aktivitäten zueinander finden sollen, Fördermittel des Landes losgeeist. Die damalige Regierungspräsidentin Anne Lütkes überbrachte seinerzeit persönlich den Bewilligungsbescheid über die Zuschüsse. Die sind allerdings zeitlich befristet. Für den Umbau des Schulhauses gibt es Geld aus dem Fördertopf nur bis Ende 2018. Rund 372.000 Euro könnten das sein, wenn das Bauprojekt bis dahin abgeschlossen ist.

Doch über Monate tat sich in der Sache bekanntlich gar nichts mehr. Der Technische Beigeordnete Kahl fühlte sich von seinem Kollegen Klee in der Sache nicht richtig mitgenommen. Kahl verwies mehrfach darauf, dass das städtische Hochbauamt wegen vieler anderer vordringlicher Projekte keine Zeit für eine Umbauplanung des früheren Schulgebäudes habe.

Daher haben Bürgermeister und Sozialdezernent Klee den externen Architekten beauftragt, um zu retten, was hoffentlich noch zu retten ist: das beträchtliche in Aussicht stehende Fördergeld. Fest steht: Das Hochbauamt ist in der ganzen Angelegenheit außen vor. Wie Stadtsprecher Christoph Dellmans bestätigte, soll die mögliche Umsetzung des Bauprojektes von einem externen Planungsbüro betreut werden.

Der beauftragte Architekt, der zurzeit die Machbarkeit des Umbaus in der vorgegebenen Zeit prüft, will sein Gutachten in den nächsten Wochen dem Bürgermeister und dem Sozialdezernenten vorlegen. Danach soll entschieden werden, ob das Werk in Angriff genommen wird. Ob der Technische Beigeordnete bei dem Thema überhaupt noch mal tätig wird, erscheint eher unwahrscheinlich.

Es ist nicht der erste Fall, bei dem die Dezernenten Kahl und Klee nicht harmonieren. Auch beim - mit einjähriger Verspätung - realisierten Aufzugprojekt für die Gebäude von Real- und Gesamtschule gab es unterschiedliche Meinungen. Sie führten schließlich zu der Zeitverzögerung. Die Aufzüge sind inzwischen in Betrieb. Ob und wann die Handwerker im ehemaligen Schulgebäude am Hohenzollernplatz in St. Hubert ans Werk gehen, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Quelle: RP
 
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