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Gemeinde Grefrath
Auch Grefrath hat derzeit weniger Asylsuchende

Gemeinde Grefrath. Bis zur Jahreswende bekam Grefrath 285 Flüchtlinge zugewiesen, seitdem ist keiner mehr dazugekommen. Gründe sind die Schließung der Balkanroute mit den dadurch bedingten höheren Aufnahmekapazitäten der Landeseinrichtungen und die Tatsache, dass Flüchtlinge momentan vorrangig an Kommunen verteilt werden, die ihre Aufnahmequote nicht erfüllen.

Die Zahl der Flüchtlinge in Grefrath ist sogar zurückgegangen, auf aktuell 247. 18 sind freiwillig in ihre meist auf dem Balkan liegenden Heimatländer zurückgekehrt, um einer Abschiebung zuvorzukommen. Drei wurden abgeschoben, bei anderen - meist aus dem Maghreb-Staaten - sei der aktuelle Aufenthaltsort unbekannt. 34 Flüchtlinge sind anerkannt worden, 22 aus Syrien, einer aus dem Irak. Sie erhalten nun ihrer Leistungen vom Jobcenter. Die Unterbringungspflicht der Gemeinde Grefrath entfällt damit, die Betroffenen müssen sich eine Wohnung in Grefrath suchen, wobei das Jobcenter eine Mietobergrenze zieht. Weitere 38 Syrer sind noch im Asylverfahren.

32 der Flüchtlinge sind bis zu Jahre alt, elf davon besuchen einen Kindergarten. Da ein Überhang an Plätzen besteht, dürfte es bei den 21 anderen auch keine Probleme geben. Wenn ab August einzelne Kinder nicht versorgt sind, will die Verwaltung mit dem Kreisjugendamt individuelle Lösungen anbieten.

Der Jugend-, Sozial- und Seniorenausschuss wird sich in seiner Sitzung am Dienstag, 24. Mai, 19 Uhr, im Rathaus Oedt mit der Lage der Flüchtlinge in Grefrath befassen.

(hd)
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