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Gemeinde Grefrath
Auf den Spuren der alten Römer

Gemeinde Grefrath: Auf den Spuren der alten Römer
Auch an der Grefrather Dorenburg führt die Radroute des Monats vorbei. FOTO: Kreis Viersen
Gemeinde Grefrath. Die Radroute des Monats ist 41 Kilometer lang und führt von Nettetal aus über Viersen und Grefrath. Von Kai Aussen

Im Oktober steht die Radroute des Monats im Zeichen der Römer. Rund 41 Kilometer verläuft die Rundtour entlang alter Römerstraßen von Nettetal aus über Viersen und Grefrath.

Julius Caesar kam 55 v. Chr. an den Niederrhein, der daraufhin Herrschaftsgebiet der Römer wurde. Startpunkt der Radtour ist das alte Rathaus auf der Marktstraße in Lobberich. Durch den Ortskern geht es zunächst auf der Hochstraße Richtung Norden zum Knotenpunkt (KP) 87. Vorbei an der Pfarrkirche St. Sebastian führt die Tour zu KP 1. Entlang Ferkensbruch und De Wittsee erreichen die Radfahrer KP 12. Weiter geht es auf der ehemaligen Bahntrasse zum KP 63.

Auf dem Weg zu KP 67 führt die Route auf einer einstigen Römerstraße vorbei an Burg Bocholt. Die Burg mit angegliedertem Kaiserturm diente einst dem Schutz dieser naheliegenden Straße. Im weiteren Verlauf passieren die Radfahrer Dornbusch und erreichen den KP 18. Dornbusch lag einst auf der Römerstraße von Roermond nach Krefeld. Die Bastionstraße hieß bis 1896 noch Heerstraße. Weiter geht es durch die hügeligen Süchtelner Höhen zum KP 96 in Viersen-Süchteln. Süchteln liegt an der strategisch wichtigen Kreuzung zweier römischer Straßen. Auf diesen Straßen marschierten einst die römischen Heere. In friedlichen Zeiten zog der römische Kaufmann seines Weges daher, um Handel zu betreiben. Die von Süden nach Norden verlaufende römische Reichsstraße bildet heute den Verlauf der Düsseldorfer Straße und der Hochstraße.

Im weiteren Verlauf folgen die Radler der Tour durch den Ortskern über den KP 35 zum KP 2. Ab hier verlässt die Tour das Knotenpunktnetz, um Richtung Norden der ehemaligen Römerstraße zu folgen, die Viersen mit Straelen verband. In Grefrath erreichen die Radler wieder das Knotenpunktnetz und fahren Richtung Osten in den Ortskern von Grefrath, bis sie den KP 55 erreichen. Weiter geht es zu KP 82, vorbei am Niederrheinischen Freilichtmuseum. Hier lohnt ein Abstecher, da im Volkskundemuseum vor historischer Kulisse das Leben und Arbeiten am Niederrhein in vorindustrieller Zeit dargestellt wird.

Am KP 82 angelangt, folgt die Route Richtung Norden zu KP 44. Hier passieren die Radler das Landschaftsschutzgebiet Vorster Heide und erreichen entlang des Glabbacher Grabens KP 45. Weiter geht es Richtung Süden zu KP 63. Im Verlauf der Route überqueren die Radler erneut die ehemalige Römerstraße und passieren die Stammenmühle aus dem 19. Jahrhundert in Nettetal-Hinsbeck. Durch Oirlich hinweg verläuft die Tour vorbei an denkmalgeschützten Hofanlagen sowie an der im neugotischen Stil errichten Kapelle des Stegerhofes. Nachdem KP 63 erreicht wurde, fahren die Radler nur einige Hundert Meter weiter in Richtung Süden (in Richtung KP 67), um dann an der Straße "Bocholt" rechts abzubiegen, um nach Lobberich zu gelangen. Über die Brücke hinweg folgen die Radler der Hagelkreuzstraße und dem Bocholter Weg, bis sie wieder den Ausgangspunkt an der Marktstraße in Lobberich erreichen.

Quelle: RP
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