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Stadt Kempen
B 509: Sanierung läuft nach Plan

Stadt Kempen: B 509: Sanierung läuft nach Plan
Die neue Asphaltdecke auf dem Teilstück der Hülser Straße zwischen der Kreuzung K 23 (Königshütte) und der Kreuzung Kempener Außenring ist in den vergangenen Tagen fertig gestellt worden. Ab der kommenden Woche wird der Fahrbahnbelag im Kreuzungsbereich am Außenring saniert. FOTO: Achim Hüskes
Stadt Kempen. Heute werden die Bauarbeiten an dem Teilstück zwischen Hüls und dem Kempener Außenring beendet sein. Ab Montag soll der Kreuzungsbereich der Hülser Straße saniert werden. Bis Mitte August wird weiter abschnittweise gebaut. Von Andreas Reiners

Probleme hat es für die Straßenbauer bislang keine gegeben. "Alles läuft nach Plan", sagt Diplom-Ingenieur Dietmar Giesen, Projektleiter für die Fahrbahnsanierung auf der Bundesstraße 509 zwischen Hüls und Mülhausen. Beim Ortstermin mit der Rheinischen Post nimmt sich der Mitarbeiter von Straßen NRW gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Schmitz Zeit, um den aktuellen Stand des Großprojektes zu erläutern. Schmitz, ebenfalls Diplom-Ingenieur, ist für den Landesbetrieb Straßen NRW als Mitarbeiter für die Bauüberwachung ständig vor Ort. Auch er ist positiv gestimmt angesichts des fast reibungslosen Fortkommens auf der Baustelle. Dabei hat selbst das unsichere Wetter der vergangenen Wochen mit Starkregen die Arbeiten kaum behindert.

"Bauen unter Verkehr", wie die Experten die Sanierung einer der am meisten befahrenen Straßen in der Region bezeichnen, ist organisatorisch stets eine große Herausforderung für die Planer. So war es auch im Vorfeld der Fahrbahnsanierung der B 509. Mehrere Kommunen mussten einbezogen werden, zum einen diejenigen, über deren Gebiet die Bundesstraße verläuft - also die Städte Krefeld, Kempen und die Gemeinde Grefrath, aber auch die Stadt Tönisvorst saß bei den Besprechungen mit am Tisch, verlaufen Umleitungsstrecken für einzelne Bauabschnitte doch auch über Landstraßen in St. Tönis und Vorst. Auch Busunternehmen waren einbezogen, weil der Linienverkehr teilweise umgelegt werden muss.

Noch ist die Zufahrt über die Hülser Straße aus Richtung Innenstadt auf den Ring möglich. Ab Montag ist hier für voraussichtlich eine Woche gesperrt. FOTO: Hüskes Achim

Dietmar Giesen lobt die Zusammenarbeit mit allen Partnern. "Das hat sehr gut funktioniert", sagt er. Er betont das deshalb, weil er in anderen Regionen bei ähnlichen Projekten schon ganz andere Erfahrungen gemacht hat. Seine Kollege Wolfgang Schmitz hat ein Lob für die Verkehrsteilnehmer parat, die die durch die erforderlichen Vollsperrungen der bisherigen Bauabschnitte Behinderungen weitgehend klaglos akzeptiert hätten.

Ob diese positive Stimmung anhalten wird, wenn ab der kommenden Woche die Bautrupps erstmals die Fahrbahn auf dem Kempener Außenring erneuern werden, bleibt abzuwarten. Aber auch hier rechnen Giesen und Schmitz eigentlich kaum mit Problemen. Ab Montag wird der Kreuzungsbereich der Hülser Straße mit dem Außenring komplett gesperrt. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten innerhalb einer Woche erledigt werden. Wenn die Hülser Straße wieder frei ist, ist ein wichtiger Teilabschnitt der B 509, die viel befahrene Verbindung zwischen Kempen und Hüls wieder komplett befahrbar.

Danach werden sich die Arbeiten in weiteren Teilabschnitten bis Mitte August über den Kempener Außenring bis nach Mülhausen hinziehen. In den Schulferien sollen die Abschnitte mit den neuralgischen Kreuzungen der L 362 (St. Töniser Straße) und L 361 (Vorster Straße) saniert werden. Es schließt sich im letzten Bauabschnitt der Kreuzungsbereich der L 444 (Oedter Straße) und das Teilstück bis zur Kreuzung L 391/K 27 (Hauptstraße) in Mülhausen an.

Mit rund 2,2 Millionen Euro ist die gesamte Sanierung der B 509 zwischen Hüls und Mülhausen veranschlagt. Derzeit deutet nichts darauf hin, dass der Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann. Die Fahrbahn ist immerhin 20 Jahre alt, die B 509 eine der meist befahrenen Straßen in der Region mit täglich mehreren tausend Verkehrsbewegungen. Der Kempener Außenring gilt auch als wichtige Verkehrsachse für den Güterverkehr zwischen den Autobahnen 40 und 61. Da hat der Fahrbahnbelag in den vergangenen Jahren schon stark gelitten, auch wenn die Schäden für den Autofahrer kaum wahrnehmbar sind. Bislang sind die Straßenbauer von großen Überraschungen verschont geblieben, als der obere Belag abgefräst war. "Kleinere Schäden am Unterbau konnten wir relativ problemlos beheben", berichtet Wolfgang Schmitz. Alles sei im Vorfeld genau untersucht worden, so hofft Straßen NRW, dass die Arbeiten auch weiterhin nach Plan vorgenommen werden können.

Quelle: RP
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