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Stadt Kempen
B 509: Start für Straßenbauarbeiten

Stadt Kempen: B 509: Start für Straßenbauarbeiten
Am kommenden Donnerstag, 28. April, beginnen die Bauarbeiten zur Sanierung der B 509 auf dem Abschnitt zwischen Hüls und Königshütte. FOTO: Straßen NRW
Stadt Kempen. Die ersten Hinweistafeln sind bereits am Straßenrand montiert. In der kommenden Woche beginnt die Sanierung der viel befahrenen Bundesstraße zwischen Hüls und Mülhausen. Bis Mitte August wird abschnittweise gebaut. Von Andreas Reiners

Es ist eines der größten Straßenbauprojekte der vergangenen Jahre und für die Regionalniederlassung Niederrhein des Landesbetriebs Straßen NRW eine besondere Herausforderung: Am kommenden Donnerstag, 28. April, beginnen die umfangreichen Straßenbauarbeiten auf der Bundesstraße 509. Bis zum Ende der Sommerferien Mitte August soll die viel befahrene Straße saniert werden. Die Fahrbahn wird abschnittweise komplett erneuert. Los geht's mit dem Teilstück der Hülser Straße von der Einmündung in der B 9 (Venloer-/Kempener Straße) in Hüls bis zur Kreuzung der Kreisstraße 23 (Königshütte/Unterweidener Straße) an der Gaststätte "Haus Bellen". Sechs Bauabschnitte sind geplant, um die 20 Jahre alte Fahrbahn bis zur Kreuzung der B 509 mit der Hauptstraße in Mülhausen zu erneuern. In jedem Teilabschnitt muss die Bundesstraße komplett gesperrt werden. Es werden jeweils Umleitungen ausgeschildert. Das Bauprojekt ist mit 2,2 Millionen Euro veranschlagt.

Wie der zuständige Projektleiter Dietmar Giesen von Straßen NRW bereits Ende Februar im Gespräch mit der Rheinischen Post erläuterte, ist die Fahrbahn nach 20 Jahren dringend sanierungsbedürftig. Auch wenn der Straßenbelag optisch noch nicht so sehr strapaziert wirkt wie auf vergleichbaren anderen Straßen, haben sich viele hundert, kaum sichtbare Risse gebildet. Spurrillen sind entstanden, in denen sich bei Regen Wasser ansammelt. Vor allem in den Kreuzungsbereichen ist der Belag marode. Teilweise muss auch der gesamte Unterbau erneuert werden. Speziell in den ersten drei Bauabschnitten - sie umfassen die Hülser Straße zwischen Hüls und der Kreuzung Kempener Außenring müssen neben den Straßenbauern auch Baumchirurgen mit ans Werk. Denn zahlreiche Baumwurzeln haben im Laufe der Jahre dafür gesorgt, dass sich die Straßenbelag angehoben hat. Diese Schäden sollen ebenfalls behoben werden, ohne dass Bäume gefällt werden müssen, wie Projektleiter Giesen betonte. Geplant ist, die Baumwurzeln zurückzudrängen und so einzubetten, dass nicht mehr den Fahrbahnbelag nach oben drücken können.

Dieses Schild weist an der Hülser Straße stadtauswärts bereits auf die geplante Sperrung hin. FOTO: Kaiser

Anders als im Sommer 2014, als die Fahrbahn der B 509 auf dem Grefrather Südring bereits saniert worden war, muss die Bundesstraße nun in jeder Bauphase komplett gesperrt werden. Dass das zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen kann, darüber sind sich die Verantwortlichen im Klaren. Gemeinsam mit den Betroffenen Kommunen Kempen, Grefrath und Tönisvorst hat Straßen NRW ein ausgeklügeltes Umleitungssystem entwickelt. Weil die B 509 auch eine vom Schwerlastverkehr viel befahrene Verbindung für den Regionalverkehr zwischen den Autobahnen 40 und 61 ist, müssen die Umleitungsstrecken so ausgelegt sein, dass sie auch schwere Lastwagen nutzen können. Kleinere Landstraßen kommen daher als Ausweichstrecken nicht infrage. Gleichwohl werden ortskundige Autofahrer sie nutzen. Vor allem im Stadtgebiet von Tönisvorst wird mit erheblich mehr Verkehr gerechnet. Als empfohlene weiträumige Umfahrung gelten nämlich der Südring in St. Tönis und auch die L 475 (Süchtelner Straße) in Vorst.

In Kempen werden viele Autofahrer auf innerstädtische Straßen ausweichen, auch der Altstadtring wird vermutlich noch stärker frequentiert werden als bisher schon. Eine wichtige Ausweichroute wird über die alte B 509 von Kempen über Klixdorf und Mülhausen verlaufen.

Zwischen Grefrath und Mülhausen steht an der B 509 dieses Schild, das die Bauarbeiten signalisiert. FOTO: Kaiser, Wolfgang (wka)

Für Straßen NRW ist das Projekt nicht nur wegen seiner Größenordnung eine besondere Herausforderung. Speziell die Teilabschnitt auf dem Kempener Außenring, der die großen Kreuzungen betrifft, mussten von den Abläufen her besonders geplant werden. Denn die Kreuzungen müssen während der Bauzeit ebenfalls komplett gesperrt werden. Straßen NRW hofft, dass die Bauarbeiten im vorgegebenen Zeitplan abgewickelt werden können und dass sich die Verkehrsbelastungen auf den Umleitungsstrecken in Grenzen halten. Speziell die letzten Abschnitte - der Kempener Außenring zwischen Kreuzung St. Töniser- und Kreuzung Oedter Straße sowie das Stück zwischen Kempen und Mülhausen - wurden für die Zeit der Sommerferien terminiert, um für diese neuralgischen Teilstrecken die verkehrsarme Zeit zu nutzen. Die beteiligten Kommunen - etwa Kempen und Tönisvorst - loben die Zusammenarbeit mit Straßen NRW in der Planungsphase. Auch in Grefrath hofft man, dass das Vorhaben möglichst störungsfrei umgesetzt werden kann.

Quelle: RP
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