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Stadt Kempen
Baggerfest zur Baustellen-Halbzeit

Stadt Kempen: Baggerfest zur Baustellen-Halbzeit
Die Mädels von "Dance Hall" boten auf der improvisierten Baustellen-Bühne sehenswerte Tanzeinlagen. Die Stimmung der vielen Besucher beim Baggerfest auf der Judenstraße war bestens. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Die erste Hälfte der Tiefbauarbeiten in der Judenstraße ist geschafft. Das feierten Stadt, Stadtwerke, Baufirma und Händler mit einer großen Party. Auch in anderen Straßen der Kempener Altstadt wurde Freitagabend gefeiert. Von Silvia Ruf-Stanley

Die Judenstraße hatte eingeladen und alle kamen. Am Freitagabend wurde mit dem Baggerfest die Halbzeit der Bauarbeiten auf der Straße gefeiert. Noch kurz vor dem Beginn um 18 Uhr sah es aus, als ob das Fest im wahren Sinne des Wortes ins Wasser fallen würde. Aber dann klarte der Himmel auf und dem Feiern stand nichts mehr im Wege. Die Gäste nahmen die Pfützen auf der Straße mit Gelassenheit.

Siegfried Ferling und Norbert Sandmann, die beiden Geschäftsführer der Stadtwerke Kempen, bedauerten schon, dass sie keine der Judenstraßen-Enten mehr hatten. Die hätten gut auf den Pfützen schwimmen können. Ein Witz, den man im Laufe des Abends immer wieder hörte. Am Stand der Stadtwerke informierten sich viele der Besucher über die Arbeiten an den Kanälen und der Wärmeversorgung, die im Zuge der Straßenmodernisierung vorgenommen werden.

Ein kleines Stück weiter tanzten trotz des schwülwarmen Wetters die Mädels von "Dance Hall" und die Break Dancer, beide Gruppen von Mine-Sports. Inhaberin und Trainerin Mine Berdermann stand am Rande der improvisierten Bühne und freute sich über den Erfolg ihrer Truppe. Sie hätten schon viele Auftritte gehabt, erzählte sie, aber die Atmosphäre auf der Judenstraße gefiel offensichtlich sowohl ihr als auch den Jugendlichen.

Vor dem Pfarramt lud der große Bagger ein, sich auch einmal im Baggerfahren auszuprobieren. Bürgermeister Volker Rübo, der mit Familie gekommen war, wollte dieses Mal nicht baggern. Dafür aber viele andere. Markus Wittfeld von der Firma Hamelmann half dabei. Vielfach waren es Väter mit ihren Söhnen, die auf den Bagger kletterten. Und man fragte sich unwillkürlich, wer mehr Spaß daran hatte. Der 18 Monate alte Paul und Vater Peter Bingen waren auf jeden Fall eifrig dabei. "Du musst vier Dinge gleichzeitig machen", forderte Wittfeld auf. Damit wären Männer ja wohl überfordert, meinten die umstehenden Damen lachend. Und wer nicht gerade baggerte, informierte sich einige Schritte weiter über neue Automodelle vom Autohaus Scharfenberg.

Großes Lob gab es einmal mehr von den Kaufleuten der Judenstraße für die Mitarbeiter der Firma Hammelmann. Silke Zander und Stephan Bunse freuten sich sehr über die Unterstützung. So bestand die improvisierte Bühne aus einem Container, Holzpaletten machten daraus die Bühne und die Treppe hinauf, von Sperrgittern der Baustelle wurden die Tänzer vor dem Absturz geschützt. Und dann konnte die Bühne auch noch mal ebenso kurz vor Beginn ein klein wenig verschoben werden, erzählt Bunse.

Was ihm auch sehr gut gefiel, dass am Freitagabend vor allem Kempener gekommen waren. Genauso sei es gedacht gewesen. Ein Fest voller Freude über das, was schon fertig ist, aber auch als Ausgleich für Unannehmlichkeiten während der Bauarbeiten. Die gibt es natürlich, so Silke Zander, aber das hielte sich in Grenzen. Und es beschwerten sich nur ganz wenige Kunden, sagte sie.

Im Laufe des Abends füllte sich die Straße zusehends. Man genoss die Köstlichkeiten der Metzgerei Fander oder kostete die Parmesan-Pasta von Koch Sascha Terhorst vom Haus Ercklentz. Dazu ein kühles Glas Wein oder ein Bier, gute Musik und genügend Gelegenheit sich zu einem gemütlichen Plausch auf Bierbänken nieder zu lassen. Neben dem Bürgermeister traf man unter anderem auch seinen Stellvertreter Otto Birkmann, den Technischen Beigeordneten Stephan Kahl oder auch Heinz-Josef Rox und Christian Alberts vom Verkehrsverein an.

Viele Besucher fanden es auch schön, dass zeitgleich auch auf der Peterstraße und Ellenstraße Late-Night-Shopping angesagt war. Keine Konkurrenz, sondern durchaus willkommen, sagte Zander.

Quelle: RP
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