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Stadt Kempen
Bahnstraße: Im nächsten Jahr sollen die Bagger anrollen

Stadt Kempen. Provisorium soll in einen akzeptablen Zustand von langer Lebensdauer umgewandelt werden. Die Haupteinfallstraße wird saniert. Von Andreas Reiners

Es ist eines der Straßenbauprojekte der größeren Art im Kempener Stadtgebiet: Im kommenden Jahr soll mit der Sanierung und Umgestaltung der Bahnstraße in St. Hubert begonnen werden. Die Haupteinfallstraße in den Ortskern ist seit vielen Jahren marode und die provisorische Umgestaltung in eine Tempo-30-Zone sorgt ebenfalls seit Jahren immer wieder für Diskussionsstoff. Nun will die Stadt Kempen das Problem angehen. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz am kommenden Montag, 21. November (ab 18 Uhr im Rathaus am Buttermarkt in Kempen) will der Technische Beigeordnete der Stadt, Stephan Kahl, die geplante Umgestaltung vorstellen.

Erste Informationen für die Anwohner und Geschäftsleute hatte es bereits gegeben. Und dabei wurde bereits deutlich, dass die Anlieger alles andere als begeistert sind über die geplante Neugestaltung, weil die Stadt sie - wie es nach dem Kommunalabgabengesetz üblich und rechtens ist - an den Kosten des Umbaus beteiligten möchte. Gleichwohl verspricht sich die Stadt eine deutliche Verbesserung der Situation auf der als Haupterschließung eingestuften Bahnstraße.

Konkret geht es um das Teilstück zwischen der Brunnenstraße und der Kreuzung Königs-/Bendenstraße im unmittelbaren Ortskern. Der Abschnitt ist 400 Meter lang und besonders viel befahren. Mehrere Hundert Fahrzeuge wurden hier schon bei länger zurückliegenden Verkehrszählungen pro Stunde registriert. Der Abwasserkanal ist marode, die Versorgungsleitungen müssen ebenfalls erneuert werden. Der Fahrbahnbelag, das weiß jeder, der mal über die Bahnstraße gefahren ist, ist ebenfalls dringend sanierungsbedürftig. Zudem sollen die provisorischen Parkbuchten, die im Zuge der Einrichtung der Tempo-30-Zone auf dem Teilstück vor einigen Jahren angelegt wurden, neu und dauerhaft gestaltet werden.

Im kommenden Frühjahr oder Sommer soll mit der Kanalsanierung begonnen werden. Dabei soll im so genannten Liner-Verfahren gearbeitet werden, das heißt: Die Rohre werden über die Kanalschächte saniert. Ähnlich wurde bereits auf der Hülser Straße in Kempen gearbeitet. Die gesamten Arbeiten ziehen sich wohl bis ins Jahr 2018 hin. Die Stadt geht von Baukosten in Höhe von 730.000 Euro aus. Diese Summe ist für die Haushalte 2017 und 2018 veranschlagt.

Die Stadt will die Anwohner und Geschäftsleute in die Planung einbinden. Es soll demnächst eine öffentliche Veranstaltung dazu in St. Hubert geben. Dort wird das Bauprojekt erläutert. Dabei sollen Wünsche und Anregungen der Bürger gesammelt und eventuell in die weiteren Planungen einbezogen werden. Erst danach soll die Politik endgültig über die konkrete Umgestaltung entscheiden.

Quelle: RP
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