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Stadt Kempen
Baugebiet "An der Mühle": Planer wollen Gelände anheben

Stadt Kempen: Baugebiet "An der Mühle": Planer wollen Gelände anheben
Die Straße "Auf dem Zanger" ist bislang eine ruhige Anliegerstraße. Über sie soll ein Teil der Erschließung des neuen Baugebietes erfolgen. FOTO: Hüskes
Stadt Kempen. Die Entwässerung in dem geplanten Baugebiet am Ortsrand von St. Hubert ist nicht unproblematisch. Die Stadt will Senken mit Erdreich anfüllen lassen. Von Andreas Reiners

Eine Interessengemeinschaft von Anwohnern hatte sich Mitte vergangenen Jahres an Politik und Medien gewandt, als erste Pläne für das geplante Neubaugebiet "An der Mühle" in St. Hubert bekannt geworden waren. Vor allem Anwohner der Straße "Auf dem Zanger" waren besorgt, dass ihre ruhige Anliegerstraße während der Bauzeit, die mehrere Jahre dauern wird, zur Haupterschließung für den Baustellenverkehr würde. Außerdem sind Grundstückseigentümer in Sorge, dass Regenwasser von höher gelegenen Flächen am Rande des Baugebietes in die eigenen Gärten laufen könnte. Diese und andere Punkte wurden bereits bei einer Bürgerinformation der Stadt im St. Huberter Forum Ende August vergangenen Jahres diskutiert. Die Stadtplaner haben die Ergebnisse der Diskussion in den weiteren Planungsprozess einbezogen. Wie Planungsamtsleiter Heinz-Peter Cox am Montagabend im zuständigen Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz erläuterte, wurde die Planung modifiziert. Die Stadt hofft, das Problem mit dem Regenwasser in den Griff zu bekommen. Dazu sollen tiefer liegenden Flächen mit Erdreich angefüllt werden. Außerdem werden Grundstücke anders geplant, um das Gefälle besser ausgleichen zu können.

Der Baustellenverkehr soll auch über eine eigens errichtete Baustraße von der westlichen Seite des Areals mit Anbindung an die Aldekerker Straße erfolgen. Dadurch würden die Straße "Auf dem Zanger" und die Breitestraße entlastet. Für die Baustraße will die Stadt übergangsweise zusätzliche Flächen am Rande des geplanten Baugebietes pachten. Das, so hofft der Technische Beigeordnete Stephan Kahl, kann die gewünschte Entlastung bringen. Im Übrigen hatte die Straße durch einen externen Verkehrsplaner ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Eine normale Erschließung des Baugebietes über die Straße "Auf dem Zanger" und die Breitestraße sei durchaus zumutbar.

Die Planung wird nun verfeinert. Im Oktober soll der Fachausschuss weiter beraten und die Offenlage der neuen Pläne beschließen.

(rei)
 
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