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Zuhause In Der Turnerschaft Grefrath
Behinderte vorbildlich integriert

Kempen. Mit 1000 Mitgliedern ist die Turnerschaft Grefrath der mit Abstand größte Verein am Ort. Erfolgreich ist er auch, vor allem im Behindertensport. Andras Hillen ist Vorsitzender. Von Manfred Baum

Grefrath Viele Jahre war der größte und auch erfolgreichste Sportverein in der Sport-und Freizeitgemeinde, die vor 120 Jahren gegründete Turnerschaft Grefrath, auf der Suche nach einen Clubheim. In verschiedenen Vereinslokalen war der 1000 Mitglieder zählende Mehrspartenverein zu Gast, doch ein Clubheim, ein Zuhause für die gesellschaftlichen Aktivitäten, fehlte einfach. Mit Sondermitteln des Bundes und Unterstützung der Gemeinde Grefrath wurde in der Doppelsporthalle an der Bruckhauser Straße mit dem TSG-Treff unter der Tribüne ein Zuhause geschaffen. Heute gibt es dort nicht nur einen Treff, sondern auch ein Geschäfts- und Sitzungszimmer für den Vorstand und die verschiedenen Abteilungen.

Und mit der gesellschaftlichen Heimat wuchsen auch die sportlichen Erfolge der Hallenhandballer und der Behindertensportler. Der Verein war stets breit aufgestellt, doch Vorsitzender Andreas Hillen dachte auch an die Senioren und bot ihnen ein neues sportliches Angebot an, das bestens angenommen wird. So wurde die Doppelsporthalle zur sportlichen und gesellschaftlichen Heimat, doch auf die kleine Halle aus den 1950 er Jahren kann und will der Verein nicht verzichten. Und im Sommer wird seit mehr als einem Jahrzehnt der Schwingbodenpark für das größte Freiluftjugendturnier am Niederrhein genutzt.

Seit zwei Jahren ist die Erste Herrenmannschaft in eigener Halle ungeschlagen. Dabei gab es vor mehr als 30 Jahren eine Zeit für die Hallenhandballer an der Niers, wo sie überhaupt keine Heimat hatten, weder sportlich, noch gesellschaftlich. Die "Heimspiele" wurden wegen einer fehlenden Halle in Vorst und Kempen ausgetragen. Doch das ist längst Geschichte.

Mathias Trienekens war von 1967 bis 1982 Vorsitzender und hat sich sehr für die neue Doppelsporthalle eingesetzt. Helmut Thönes und Alfred Planken haben den Verein ab 1982 als Vorsitzende geprägt. Grete Prielipp war es, die 1990 dem Behindertensport bei der Turnerschaft ein Gesicht gab.

Bis zum heutigen Tag ist diese Abteilung ein Aushängeschild des Vereins, ist kreisweit und darüber hinaus anerkannt. Bei den Behinderten sieht man stets aufs Neue, wie verbindend der Sport sein kann. Doch auch Turnen, Volleyball, Gymnastik, Kinderturnen, Le Parkour sind Zuhause in der Turnerschaft.

Quelle: RP
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