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Stadt Kempen
Beliebter Treffpunkt Altstadt

Stadt Kempen: Beliebter Treffpunkt Altstadt
Bei schönem Wetter besonders attraktiv: Die Kempener Innenstadt. FOTO: deckers
Stadt Kempen. Warum ist es am (Nieder-)Rhein so schön? Ein Besuch in der Kempener City gibt Antwort. Eine charmante Kulisse, Gastronomie und ein guter Branchenmix laden zum Bummeln ein. Von Stephanie Wickerath

Ganz klar: Die Kempener Altstadt ist auch bei Nicht-Kempenern ein beliebter Treffpunkt. Historische Fachwerkbauten und elegante Patrizierhäuser sorgen für eine charmante Kulisse, ein zentraler Platz mit Außengastronomie und Kino lädt zum Verweilen ein, Nebenstraßen, in denen es nette Lokale, schöne Geschäfte und hippe Kneipen zu entdecken gibt, warten auf die Besucher. Kempen ist abwechslungsreich, vielseitig und erfindet sich immer wieder neu.

Damit ist die vergleichsweise kleine Stadt zum Anziehungspunkt für Besucher aus Nah und Fern geworden und Mittelpunkt des kulturellen und touristischen Lebens am Niederrhein. Armin Horst und Fred Klaas vom Vorstand des Werberings laden zum Stadtbummel ein und erklären, was die Kempener Altstadt ausmacht. "Natürlich trägt die Struktur der Altstadt schon dazu bei, dass das Umfeld attraktiv ist", sagt Armin Horst, "aber die Straßen- und Interessengemeinschaften sowie das Stadtmarketing tun auch einiges, damit die Besucher sich hier wohl fühlen."

In der Kempener Innenstadt ist alles fußläufig erreichbar: Geschäfte, Restaurant und vieles mehr. FOTO: wickerath stephanie

So hat die Interessensgemeinschaft Ellenstraße zurzeit bunte Schirme über die Straße gespannt, die ein echter Hingucker sind und viele neue Kunden locken. Und auch in den Geschäften tut sich etwas: Das ehemalige Restaurant "Ellenpoort" wird zurzeit umgebaut. Am 1. September wird dort das "Wirtshaus" eröffnet. Auch das "Treppchen" wird wiedereröffnet. Überhaupt sind die Ladenlokale in Kempen begehrt. "Wir haben mehr Anfragen als Leerstände", sagt Fred Klaas.

Und wer ein neues Geschäft eröffnet, der bekommt auch gleich Besuch vom Werbering. "Wir sind sehr daran interessiert, dass die Geschäftsinhaber bei uns Mitglied werden", erklärt Klaas, schließlich könne man gemeinsam viel mehr auf die Beine stellen. "Uns ist auch wichtig, dass die Händler sich mit ihrem Umfeld identifizieren und sich einbringen", betont Horst. Der Erfolg gibt dem Werbering recht: 110 Vollmitglieder hat der Verein aktuell, mit den Fördermitgliedern sind es 166. "Darunter sind auch einige Filialisten, das ist nicht selbstverständlich", sagt Klaas.

Sie alle sind verlinkt über die Homepage des Werberings, die stolze 30.000 Besucher im Jahr zählt, die auf der Suche nach bestimmten Marken oder Labels sind. Von dem Geld der Mitglieder stemmt der Werbering unter anderem die Weihnachtsbeleuchtung und vier große Feste im Jahr: das Frühlingsfest, das Altstadtfest, den Handwerkermarkt und den Weihnachtsmarkt an den Adventswochenenden. Je nach Wetter kommen bis zu 35.000 Besucher zu den Festen, bis zu 120 Stände sind dann aufgebaut.

Um einen guten Branchenmix und eine gewisse Qualität im Angebot zu erhalten, versuchen die Mitglieder des Werberings Einfluss auf Vermieter und Eigentümer zu nehmen. "Ein hochwertiges und abwechslungsreiche Warenangebot ist unser Ziel", sagt Klaas. Nur so bleibe Kempen als Einkaufsstadt attraktiv. Dabei kann nicht jede Idee überzeugen. "Hier würde gerne ein Markt eröffnen, der ohne Verpackungen auskommt, aber es findet sich kein Vermieter", weiß Klaas.

Der Werbering wünscht sich außerdem einen Anbieter von Sportartikeln, aber die Fläche von mindestens 800 Quadratmetern findet sich nicht. "Auch Lederwaren und Dessous fehlen in der Stadt", bedauert Klaas. Es sei auch nicht so, dass in Kempen alles immer gut laufe, sagt Horst. Durch das Gesetz zum Schutz der Nichtraucher seien die Beschwerden der Anwohner wegen Lärmbelästigung mehr geworden und im Vergleich zu früher würden sich viel weniger Geschäfte an Aktionen zur Verschönerung der Innenstadt beteiligen.

Unterm Strich aber gilt, was auf der Homepage der Stadt steht: "Wer Kempen kennenlernt, lernt Kempen auch schätzen. Hier lässt es sich leben und arbeiten, einkaufen und ausgehen."

Quelle: RP
 
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