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Stadt Kempen
Bergdorf erhält weiteres Baugebiet

Stadt Kempen. Auch Tönisberg spielt im Wohnbau-Konzept der Stadt Kempen eine wichtige Rolle. Die Stadt will das bestehende Wohngebiet "An Haus Padenberg" erweitern und Baulücken planerisch schließen. Von Andreas Reiners

Die Nachfrage nach Grundstücken für den Wohnungsbau ist in der Stadt Kempen bekanntermaßen sehr groß. Das hatte der Technische Beigeordnete Stephan Kahl zuletzt bei der Bürgerversammlung zum geplanten Neubaugebiet "An der Mühle" in St. Hubert noch einmal erklärt. Es gibt bei der städtischen Abteilung für Liegenschaften im Rathaus am Buttermarkt lange Wartelisten von Familien, die in Kempen ein Grundstück suchen, um darauf ein Eigenheim zu bauen. Sie werden derzeit bereits auf das geplante Baugebiet in St. Hubert hingewiesen. Um die Ausweisung neuer Baugebiete zu forcieren, soll der zuständige Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz in seiner Sitzung am Montag, 19. September (ab 18 Uhr im Rathaus am Buttermarkt) einen Auftrag an das Stadtplanungsbüro Pesch und Partner aus Dortmund vergeben, das erste Überlegungen zu einem neuen Baugebiet im Kempener Westen - zwischen Straelener und Mülhauser Straße - anstellen soll.

Konkreter ist da schon ein weiteres Planungsvorhaben der Stadt, mit dem der Wohnungsbau vorangebracht werden soll. Und dabei spielt das Bergdorf die Hauptrolle. Denn auch Tönisberg ist bei Häuslebauern ein gefragter Wohnort. Die Nähe zur Autobahn und nach Krefeld hat sich bei potenziellen Eigenheimbesitzern längst herumgesprochen. So soll im derselben Sitzung des Fachausschusses über die Erweiterung des Baugebietes "An Haus Padenberg" am nordwestlichen Tönisberger Ortsrand beraten und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen werden.

Tönisberg hat Nachholbedarf in Sachen Wohnbauflächen, nachdem das Baugebiet Pottbäckerweg abgeschlossen ist. Der erste Abschnitt des Baugebiets "An Haus Padenberg" erfreute sich ebenfalls reger Nachfrage. Nun soll der zweite Teil dazukommen. Außerdem will die Stadt im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens das gesamte Gebiet Bergstraße/Feldweg neu arrondieren. Ziel ist es, vorhandene Baulücken zu schließen. Die Stadt möchte das Planverfahren zügig umsetzen, es soll Mitte 2017 abgeschlossen werden. Daher ist nun eine frühzeitige Bürgerbeteiligung vorgesehen, in deren Rahmen es auch eine Informationsveranstaltung der Bauverwaltung in Tönisberg geben soll. Ein Termin muss allerdings nach der Ausschusssitzung am 19. September erst festgelegt werden. Der Info-Abend dürfte aber noch in diesem Herbst stattfinden.

Bei der Politik in Tönisberg stößt der Plan bereits auf großes Interesse. Der Ortsausschuss der CDU hat sich mit der Vorlage der Stadtverwaltung für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz eingehend befasst und begrüßt das Projekt. Der Vorsitzende des CDU-Ortsausschusses, Christoph Littmanns, sieht das Vorhaben "als wichtige Entwicklungsmöglichkeit für Tönisberg, damit die bestehende Infrastruktur (Grundschule, Kindergärten, Netto-Markt) erhalten werden kann". Es sei wichtig, "dass junge Erwachsene hier in Tönisberg ihren Traum vom Eigenheim realisieren können, und hier ihre Familie gründen".

Auch die beiden CDU-Ratsmitglieder Bernd Fröchtenicht und Rita Ulschmid unterstützen das Vorhaben und die "räumliche Annäherung des Dorfkerns an den Wartsberg" (Fröchtenich). Rita Ulschmid, die auch CDU-Parteivorsitzende in Kempen ist, möchte, "dass Kempen und seine Stadtteile auch künftig familienfreundlich bleiben". Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass auch bezahlbarer Wohnraum für Kleinstfamilien, Alleinerziehende mit Kindern oder Singles geschaffen würden. Beim morgigen "Kartoffeltreff" der CDU Tönisberg wollen die Christdemokraten die Entwürfe für den Bebauungsplan "Bergstraße/Feldweg" vorstellen und mit den Besuchern diskutieren.

Quelle: RP
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