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Stadt Kempen
Berufskolleg: Sicherheitsmängel in Metallwerkstatt

Stadt Kempen. Die 253 Schüler des Kempener Rhein-Maas-Berufskollegs brauchen eine neue Werkstatt. Kosten: rund 1,1 Millionen Euro. Von Daniela Buschkamp

Der Kreis Viersen hat soeben in eine Holz-/Metallwerkhalle am kreiseigenen Berufskolleg in Viersen-Dülken investiert - rund 2,5 Millionen Euro wurden dafür fällig. Dies wird nicht die einzige Investition im Berufskollegbereich bleiben. Nun steht das Rhein-Maas-Kolleg an der Kleinbahnstraße in Kempen - ebenfalls eine Einrichtung des Kreises - auf der "Zu erledigen"-Liste - und die Investition wird deutlich teurer als zunächst geplant.

Im Ausschuss für Bildung und Familien des Kreises Viersen war die geplante Sanierung der Metallwerkstatt jetzt ein Thema. Ein Thema indes, was nicht neu ist. Bereits im Jahr 2010/2011 ist es im Schulentwicklungsplan (SEP) des Kreises zu finden. Danach für die Sanierung der Metallwerkstatt zunächst für 2015 vorgesehen. So sollte die Werkstatt renoviert werden, zudem sollten die alten Maschinen ersetzt werden. Damals wurde das Investitionsvolumen auf rund 800.000 Euro geschätzt.

Doch bei diesen Plänen ist es nicht geblieben. So wünschte sich die Schule auch bauliche Veränderungen, etwa eine neue Elektroversorgung, eine neue Beleuchtung, neue Bodenbeläge und die Verlagerung der Meisterbude. Bei den folgenden Planungen kam heraus, dass "die Metallwerkstatt derzeit fast allen sicherheitsrelevanten Erfordernissen nicht mehr entspricht". Sie können nur noch unter dem Aspekt des Bestandschutzes genutzt werden. Die Belüftungs- und Absauganlage wurden zudem als mangelhaft eingestuft; dringender Handlungsbedarf wurde attestiert. Die Folgen: Die Kosten steigen auf rund 1,1 Millionen Euro. Für Bernd Bedronka (SPD) stellte sich damit die Frage, ob nicht ein Neubau die bessere Alternative sei. "Bei einer so hohen Summe sollte man auch über einen Neubau nachdenken." Dazu sagte Kreisdirektor Ingo Schabrich: "Wir haben das auch geprüft. Nach Ansicht des Planungsbüros wären für einen Neubau zwischen zwei und 2,5 Millionen Euro zu veranschlagen." Nicht enthalten sind darin die Ausgaben für den Abriss der alten Metallwerkstatt.

Laut Schabrich ist eine Sanierung alternativlos: "Sonst müsste die Werkstatt, die 253 Jugendliche nutzen, stillgelegt werden", betonte er die Dringlichkeit. Das würde für die Schule einen Verzicht auf einige Bildungsgänge bedeuten.

Wegen der höheren Kosten musste der Ausschuss nun erneut abstimmen; er tat dies einstimmig. Am kommenden Donnerstag, 15. September, beschäftigt sich der Kreisausschuss mit dem Thema.

Quelle: RP
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