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Tradition Sollte Beibehalten Werden
Beschaulicher Adventsmarkt an der Tönisberger Kirche

Kempen. TÖNISBERG (mv) Dem kleinen Conrad fehlte noch Kraft, als er auf die große Pauke des Trommlerkorps schlagen durfte, so kam nur ein leises Bum-Bum heraus. Wahrscheinlich hatte er das Weckmännchen nicht gegessen, das der Nikolaus aus seiner Kutsche heraus an die Kinder unter den Klängen des Trommlerkorps verteilt hatte. Gerade als der heilige Mann an der Kirche vorfuhr, hatte es aufgehört zu regnen. So hatten sich doch viele Besucher eingefunden und fanden Unterschlupf in den verschiedenen Zelten, die von Vereinen, Geschäftsleuten und Hobbybastlern aufgebaut waren. Im Zelt der Katholischen Frauengemeinschaft wurde Kaffee getrunken, bei den Landfrauen gab es Kuchen. Überhaupt gab es viel zum Naschen: beim Kindergarten St. Antonius selbstgebrannte Mandeln und Backmischungen in Gläsern, beim Kindergarten Schlösschen Currywurst mit selbstgemachten Saucen.

Die Belegschaft der Apotheke hatte verschiedene Schnäpse gebraut, wobei der Erlös einem Kinderheim in Haiti zugutekam. Eine Nachbarschaft zusammengetan und verkaufte Bratapfeleierlikör. Bei Marga Hegger gab es Selbstgestricktes und Marmeladen, bei Lissy Raulf Töpferwaren, lustige Taschen, Sternenkissen und Vasen mit weihnachtlichen Motiven. Bei Annika Fiedler konnte man Schneemannsuppe probieren und Glückslichter erstehen sowie als besonderen Gag Wellness-Tüten für Ihn und für Sie, schöne Geschenke fürs Wichteln und für die trübe Zeit.

Das antike Kinderkarussell, das die Messdiener aufgebaut hatten, und das Glücksrad der Sparkasse erfreuten vor allen Dingen die Kleinsten. Begeistert waren auch Ute Michel und Elke Schröder, die aus Oberhausen zu Besuch im Bergdorf waren und gleich beim Holzhandwerker für ihre Enkel Frühstücksbretten und Tannenbäume erstanden. Auch hier kommt der Erlös einem guten Zweck zugute, nämlich Aids-Waisen aus Afrika.

Und als dann in den Straßen die Weihnachtsbeleuchtung aufflammte und die Lateere Pitts sich unter die Besucher mischten, da war klar: Die Tradition des alle drei Jahre stattfindenden Adventsmarktes sollte unbedingt beibehalten werden.

Quelle: RP
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