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Stadt Kempen
Besinnliche Waldweihnacht - diesmal an einem neuen Ort

Stadt Kempen. Etliche brennende Fackeln weisen den Weg und das ist auch wichtig, denn die Waldweihnacht, die sich jetzt in der Trägerschaft des Verkehrsvereins Kempen befindet, hat einen neuen Veranstaltungsort. "Für uns war Gut Heimendahl untrennbar mit der Waldweihnacht verbunden. Wir sind gespannt, was uns hier erwartet", meint eine junge Frau.

Ein knisterndes Feuer in einem Outdoor-Ofen zeigt, dass es sich um den richtigen Eingang handelt. Etwa 350 Besucher haben sich eingefunden. Die Pechfackeln verbreiten ihren für sie typischen Geruch, Gesprächsfetzen schwirren durch die Luft. Einige Besucher packen Thermoskannen mit Früchtetee und Punsch samt Keksdosen aus. Becher mit den heißen Getränken werden gefüllt und Kinderhände greifen in Keksdosen. Ab und zu ist ein Auto zu hören, das über die Landstraße fährt, die hinter dem Grundstuck von Franz-Josef "Jüppi" Trienekens liegt.

Die Gespräche verstummen, denn der evangelische Posaunenchor aus Krefeld-Uerdingen beginnt die Waldweihnacht. "Wir freuen uns, dass sie den Weg hierher gefunden haben, und möchten sie herzlich zur Waldweihnacht willkommen heißen", begrüßt Organisator Ole Björn die Besucher. Doch bevor die nächste Gruppe zu hören ist, räumt Björn noch mit einem Gerücht auf und das betrifft den Umzug vom altbekannten Ort der Waldweihnacht, dem Gut Heimendahl, auf das Privatgelände von Trienekens. "Es gab keinen Streit. Der Umzug war allein durch die problematische Parksituation notwendig. Wir sind so viele geworden, dass der Krefelder Weg zugeparkt wurde und wir Ordner brauchten, um das zu verhindern. Die Gefahr, dass dort ein Unfall hätte passieren können, war einfach zu groß", erläutert Björn die Hintergründe.

Danach geht der bunte Reigen von Musik, Gedichten und Texten weiter. Die hellen Kinderstimmen von "Christsterne", dem Projektchor der Grundschule St. Hubert, begeistern genauso wie "Choram" aus Kempen und die "Voice Company" vom Luise-von-Duesberg-Gymnasium. Das selbst verfasste Gedicht von Gerdi Borgartz mit dem Titel "Wunschzettel" rührt die Besucher, erzählt es doch von Geborgenheit und Frieden. Die kleine Geigeneinlage von Grundschüler Justus oder das Gesangsolo von Miriam Hinz - immer wieder schallt Applaus durch die Dunkelheit.

Mitsingen ist ebenso angesagt. Klassiker wie "Oh Tannenbaum" und "Alle Jahre wieder" kennt jeder. Dann ist auf einmal leises Schellengeläut zu hören. Eine mit Fackeln beleuchtete Kutsche bewegt sich auf die Bühne zu. Ein Raunen geht durch die Menge, wobei die kleinen Besucher große Augen machen. Die Kutsche hat aber nicht nur den Nikolaus mit Mitra, Bischofstab und goldenem Buch mitgebracht. Der heilige Mann hat gleich einen seiner Engel dabei und er weiß einiges aus der Adventszeit zu berichten. Er erzählt von vorweihnachtlichen Abenden in der mollig warmen Stube, Stollenduft und Seligkeit.

Und mit diesem Gefühl der Seligkeit, etwas Besonderes erlebt zu haben, endet für alle Besucher die Waldweihnacht. Auch wenn der eine oder andere die Atmosphäre von Gut Heimendahl vermisst hat.

(tre)
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