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Stadt Kempen
Birkenallee: Grünes Licht

Stadt Kempen. Die Radroutenplanung auf der Birkenallee wurde noch einmal überarbeitet. Das Ergebnis wurde im zuständigen Fachausschuss vorgestellt. Eine optimale Lösung gibt es nicht. Von Silvia Ruf-Stanley

Mit ihren vehementen Protesten (die Rheinische Post berichtete) haben die Anwohner der Birkenallee in Kempen erreicht, dass die Planung für die Veloroute dort noch einmal überdacht wurde. Am Dienstagabend stellte der Technische Beigeordnete Stephan Kahl das überarbeitete Konzept im Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz vor. Mit dabei rund 20 Anwohner, die die Gelegenheit nutzten, ihre Bedenken erneut zu äußern.

Mehr Sicherheit

"Die Sicherheit der Radfahrer muss erhöht werden", so Kahl. Aber er bedauerte auch: "Es gibt keine optimale Lösung." Zwar beugt sich die Verwaltung dem Wunsch der Anwohner, den Radweg auf der Ostseite mit dem Gehweg zu kombinieren. Dennoch müssen die Birken dort weichen. So abgesetzt vom Autoverkehr sei "die gefühlte Sicherheit besser". Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern erwartet Kahl nicht, da diese im Normalfall zu unterschiedlichen Zeiten die Strecke nutzen.

Keinen Erfolg hatten die Anwohner jedoch mit ihrer Forderung, auf den geplanten Minikreisel an der Kreuzung Peschweg/ Birkenallee zu verzichten. Torsten Schröder vom Tiefbauamt erläuterte noch einmal die verkehrsberuhigende Wirkung des Kreisels. In vielen anderen Städten gibt es damit schon gute Erfahrungen, so Schröder. Radfahrer und Fußgänger erhalten durch Zebrastreifen vor dem Kreisel zusätzliche Sicherheit, werden zudem durch abgesenkte Bordsteine gelenkt.

Eine Tempobegrenzung auf 30 Stundenkilometer wird die Stadt zunächst nicht einrichten. Sollte sich diese als notwendig erweisen, könne man das noch nachholen, so Kahl. Weiterhin versicherte er, dass die Birkenbepflanzung auf der Westseite ergänzt wird, beziehungsweise wo notwendig, auch erneuert wird. Auf Nachfrage von Hermann Mechle (SPD) bestätigte Kahl, dass die Verwaltung davon ausgeht, dass trotz der geänderten Planung die Fördermittel vom Land kommen. Dr. Michael Rumphorst (Grüne) befand sich "zwischen Pest und Cholera". Aber in Abwägung der Verkehrssicherheit müsse man für die Verwaltungslösung entscheiden. Weiterhin wollte er wissen, ob an anderer Stelle Ersatz für die Birken gepflanzt wird.

Keine Veranlassung sah Kahl dafür, die Straße wieder für den Lkw-Verkehr frei zu geben. Danach hatte Hans-Günther Thelen von den Freien Wählern gefragt. Mit einer Enthaltung aus der FDP wurde der geänderte Plan der Veloroute angenommen.

Quelle: RP
 
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