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Kommentar
Bitte nichts übers Knie brechen

Die Situation ist ernst, aber nicht aussichtslos. Die Zukunft der ehemaligen Schachtanlage auf dem Wartsberg in Tönisberg hängt nach wie vor an einem seidenen Faden. Seit der Unterschutzstellung des Zechenturms und der Nachbargebäude als Denkmäler per Ministererlass hat sich an der Ausgangslage wenig geändert. Die Ruhrkohle AG (RAG) als Eigentümerin hat kein Interesse an den Gebäuden und dem Gelände und besteht auf dem von der Stadt bereits genehmigten Abriss. Die Genehmigung läuft jetzt aus, deshalb drängt die RAG auf eine Entscheidung. Die Stadt Kempen befürchtet, sich mit den Gebäuden und dem Gelände einen finanziellen Klotz ans Bein zu binden, sollte die Stadt gezwungen sein, das Areal zu übernehmen. Das ist nachvollziehbar. Nachvollziehbar ist aber auch die Initiative der Zechenfreunde und des Nabu. Beide brauchen aber mehr Zeit, Sponsoren für ihren Plan zu gewinnen. Etwas mehr Zeit sollte sich die Stadt auch selbst nehmen, um die Zukunft des Naue-Standorts auszuloten. Über allem schwebt die Alternative eines erneuten Ministererlasses. Den dürfte eigentlich niemand der Beteiligten wollen. Von Andreas Reiners

andreas.reiners@rheinische-post.de

Quelle: RP
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