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Gemeinde Grefrath
Blumen an der Dorenburg

Gemeinde Grefrath: Blumen an der Dorenburg
Vor allem die Pflanzenstände dominierten bei der Garten-Ausstellung auf dem Gelände des Freilichtmuseums rund um die Dorenburg. FOTO: Knutzen
Gemeinde Grefrath. Inspiration für Garten, Kunst und Wohnen holten sich tausende Gäste der "Garten Leben"-Ausstellung im Niederrheinischen Freilichtmuseum in Grefrath. Rund 100 Aussteller zeigten Traditionelles und Trends. Von Tobias Neumann

Was Hans-Günnter Hohn sagt, klingt zuerst logisch: "Eine gute Gartenschere muss vor allem schneiden können." Als er aber hinzufügt, dass viele Scheren nur reißen und nicht schneiden, wird klar, was der Fachmann für Gartenschneidegeräte aus Titz eigentlich meint. Immerhin rüstet er Gärtner aus, jedes Werkzeugteil ist austauschbar, seine "Top-Schere" schneidet mithilfe der integrierten Übersetzung drei Zentimeter dicke Äste durch. "Unglaublich ist des Menschen Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft", kommentiert Hohn und lacht.

Er war einer von 98 Ausstellern, die von Freitag bis gestern Schönes, Nützliches und Seltenes zu den Themen Garten, Kunst und Wohnen auf dem Gelände des Niederrheinischen Freilichtmuseums präsentierten und verkauften.

Darunter waren auch ortsansässige Firmen wie der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Brückner, bei dem es es um die Gestaltung mit Grün und Wasser ging: "Garten ist für uns erweiterter Wohnraum. Egal ob Kleingarten oder Bauernhofwiese - wir schaffen individuelle Wohlfühloasen", sagt Gartenbauingenieur Markus Lindner.

Wie GartenLeben-Organisatorin Anke Peters aus Wuppertal bemerkte, waren es in diesem Jahr vor allem die Pflanzenstände, die die Ausstellung dominierten. Rosswurz, Steingartenpflanzen, Staudenraritäten und bepflanzte Lavasteine hatte Susanne Lenz aus Troisdorf im Angebot. "Probieren Sie mal, die hier schmeckt irre gut", hält sie einer Kundin die Lakritz-Tagetes zum Kosten hin. Tatsächlich schmecken die Blätter nach Lakritz – und viele nutzen das für Aufgesetzten, wie Lenz erzählt.

Gleich 500 Sorten Schmucklilien gab's bei einer Spezialgärtnerei aus Dormagen. Der Laie sieht erst auf den zweiten Blick den Unterschied: das panaschierte Blatt ist weiß oder gelb gestreift, die blau, weiß oder grau blühenden Pflanzen unterscheiden sich durch Form, Farbe, Stengel oder Stempel.

Wer sich bei der Gartenarbeit die Hände dreckig gemacht hat, dem helfen Freiburger Naturseifen weiter. Passend zur FIFA Frauen-Fußball-WM gab es dort schwarz-rot-golde "Sommermärchenseife". Gefragt war auch Lavendel-Duft.

Und scheint einmal nicht die Sonne, bleibt der Garten am Esstisch: Hellen Reuter erklärte Kunden hart, aber herzlich die Feinheiten der Porzellanmalerei, und wie Erdbeere, Maiglöckchen oder Lilie den Weg auf Kaffeetasse, Vase oder Butterschälchen schaffen.

Wenn (fast) jede Hilfe zu spät kommt, hilft der "Pflanzendoktor" aus Bonn weiter: Er gab in Grefrath Tipps, wenn der eigene grüne Daumen nicht weiter weiß. Ums Gießen jedenfalls musste sich niemand kümmern – immer wieder regnete es an allen drei Tagen der Ausstellung. Die Besucherzahlen blieben daher überschaubar.

Quelle: RP
 
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