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Stadt Kempen
Bretterbühne begeistert mit ihrem Krimi-Dinner

Stadt Kempen. Die Tönisberger Bretterbühne lud am Wochenende zum ersten Krimi-Dinner ihrer Geschichte in die Gaststätte "Alte Scheune" ein. An liebevoll gedeckten Tischen saßen die Glücklichen, die eine der heiß begehrten Eintrittskarten bekommen hatten. Iris Pöhlmann führte als Moderatorin durch das Stück. Von Maximilian Thelen

Zum Geschehen: Es gastiert eine englische Tourneeschauspielergruppe in Clacton-on-sea, wo sie die 113. Vorstellung des Stückes "Hamlet" von Shakespeare zum Besten geben. Nach einer Gefechtszene bleibt Johnny Handsome (Tobias Klug) tot am Boden liegen, da die Dolchspitze seines Kontrahenten Victor Oldface (Torsten Bednorz) mit einem Mittel vergiftet wurde. Zeit für Karl Rögels alias Detective Chief Inspector Bee Nosey, der im lässigen Columbo-Outfit den Fall aufzuklären hatte. Er und die Zuschauer hatten es verdammt nicht leicht, denn jedes der vier in Frage kommenden Ensemble-Mitglieder hätte es sein können. War es vielleicht Araminta Ananas (Katharina Hoenmans-Leurs), die schwanger von Johnny war? Oder doch Mimi Melon (Petra Goak), die ihn nicht ausstehen konnte und der plötzlich ein Fläschchen Gift aus ihrem Arzneischrank fehlte? Leo Leary (Johannes Hoenmans-Leurs), Johnnys verhasster Halbbruder machte sich ebenfalls sehr verdächtig. An den Tischen wurde heiß diskutiert. "Jeder hat sich belastet, aber bei allen Vieren wäre es zu einfach", meinte schmunzelnd Stefanie Quacken aus Viersen. Zum Schluss des Stückes konnte Chief Inspector Nosey Leo Leary mit einer List überführen und Dingfest machen. Er hatte aus Geldgier gehandelt und seinen Halbbruder ermordet.

Die Zuschauer konnten während des letzten Aktes per Zettel ihre Vermutung abgeben und schließlich entfielen bei der Premiere auf Leo Leary 21 der 100 Stimmen. Glücklicher Gewinner wurde Peter Zschech aus Duisburg. "Ich war mir von Anfang an sicher, dass es Leary sein musste. Er kam mir einfach suspekt vor", meinte er. Die Zuschauer waren begeistert von der neuen Veranstaltung, die durch neueste Licht- und Tontechnik von Renè Heesen unterstützt wurde. "Es war ein kurzweiliger, lustiger und vor allem spannender Abend," so Jennifer Lücker aus Tönisberg.

Bretterbühnen-Regisseurin Marion Leinders hatte in der Maske wieder alles gegeben und die Schauspieler toll in Szene gesetzt. Sie zeigte sich am Ende des Abends selbstkritisch, aber zufrieden: "Es war für uns alle das erste Mal. Ich musste aus den Schauspielern etwas ganz Anderes herausholen, als bei der jährlichen Aufführung der Bretterbühne. Was anfangs holprig war, hat zum Ende hin aber super geklappt."

Die Frage, wie es um die Zukunft des Tönisberger Krimi-Dinners steht, ließ Marion Leinders offen. "Die Aufführungen haben neue Türen geöffnet. Wir haben auch einige andere Ideen, die wir umsetzen möchten. Einfach mal abwarten."

Quelle: RP
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